Markus Hofmann - Blog

Fettpölsterchen gegen IQ-Verlust

Fachleuten war schon bekannt, dass bei vielen Frauen nach der letzten Monatsblutung (postmenopausal) die geistigen Leistungen, einschließlich Gedächtnisleistungen nachlassen. Liegt dies an der Erniedrigung des Sexualhormons "Östrogen"? Mehrere Studien, in denen man den Östrogen Spiegel maß und mit der geistigen Leistungsfähigkeit in Verbindung brachte, bestätigten dies. Bei lang anhaltendem Östrogenmängel traten sogar vermehrt Alzheimerdemenzen auf. Umgekehrt zeigten einige Studien, in denen man Östrogen zuführte, einen Anstieg der geistigen Fitness. Östrogen wirkt über mehrere Wege auf die Gehirnleistungen ein, beispielsweise durch Förderung der Gefäßerweiterung und somit der Hirndurchblutung, durch Synapsenbildungen und durch Steigerung der Glukoseaufnahme.

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Fachleuten war schon bekannt, dass bei vielen Frauen nach der letzten Monatsblutung (postmenopausal) die geistigen Leistungen, einschließlich Gedächtnisleistungen nachlassen. Liegt dies an der Erniedrigung des Sexualhormons "Östrogen"? Mehrere Studien, in denen man den Östrogen Spiegel maß und mit der geistigen Leistungsfähigkeit in Verbindung brachte, bestätigten dies. Bei lang anhaltendem Östrogenmängel traten sogar vermehrt Alzheimerdemenzen auf. Umgekehrt zeigten einige Studien, in denen man Östrogen zuführte, einen Anstieg der geistigen Fitness. Östrogen wirkt über mehrere Wege auf die Gehirnleistungen ein, beispielsweise durch Förderung der Gefäßerweiterung und somit der Hirndurchblutung, durch Synapsenbildungen und durch Steigerung der Glukoseaufnahme.

 

Je dichter die Knochen, desto höher die geistige Fitness

Wenn die Funktionen der weiblichen Eierstöcke erlöschen und dabei die Produktion von Östrogen einstellen, leidet auch das Knochensystem: Die Knochendichte nimmt ab und es kommt zur Osteoporose (Witwenbuckel), im Extrem sogar zu Osteoporose bedingten Brüchen. Die Knochendichte lässt sich relativ einfach und sicher messen, ebenso wie die geistige Leistungsfähigkeit. Dies war der Ansatz von Professor Dr. J. Matthias Wenderlein, Gynäkologe an der Universität Ulm. Er konnte mit dieser Methodik 362 Seniorinnen untersuchen und somit die erwarteten Zusammenhänge zwischen Knochendichte bzw. Östrogen Spiegel und geistiger Leistungsfähigkeit in einer umfangreichen Studie überprüfen.

Tatsächlich erwiesen sich die Frauen mit hoher Knochendichte viel häufiger in den Kognitionstests als fit als die mit weniger dichten Knochen, die nach den vorliegenden Erkenntnissen unter lang anhaltenden Östrogenmängeln litten. Diese Beziehung zeigte sich für alle Altersstufen innerhalb der Seniorinnen, selbst bei den über 85 Jährigen.

Interessant waren auch die Zusammenhänge mit dem Körpergewicht, gemessen mit dem Body Mass Index. Größere Fettdepots, typisch für höheres Körpergewicht, gingen häufiger mit guten geistigen Leistungen einher. Warum? Weil größere Fettdepots bei postmenopausalen Frauen eine klinisch wichtige Östrogenquelle darstellen. Das heißt, dort wird Östrogen produziert.

 

Mit Östrogen gegen den Gedächtnisabbau

"Für Frauen gibt es diese wenig genutzte Möglichkeit ab erloschener Eierstockfunktion um das 50. Lebensjahr in Form längerfristiger Östrogensubstitution", schreibt Wenderlein in seiner Publikation und fasst zusammen: "Frauen nach der Menopause können mit substituiertem Östrogen ihr Demenzrisiko um ein Drittel bis um die Hälfte senken."

Selbstverständlich streitet der Gynäkologe damit nicht ab, dass auch andere Faktoren wie "dickes Blut" (hoher Hämatokrit Wert) oder hoher Blutdruck weitere Faktoren für ein nachlassendes Gedächtnis im postklimakterischen Leben einer Frau sind. Man sollte eben auf mehreren Gebieten prüfen, wo man für die Erhöhung der geistigen Leistungen und Lebensqualität im Alter etwas für sich tun kann.

Östrogen © Fotolia 2016/ Picture-Factory

Fazit:

Wenn du als Frau den Eindruck hast, dein Kopf arbeitet nicht mehr so schnell und präzise wie früher, lass dir deine Knochendichte oder den Östrogen Spiegel direkt untersuchen. Wie du gegebenenfalls den Östrogenmangel ausgleichst, wird dir dein Gynäkologe sagen.

Derartige körperliche Maßnahmen sollten aber Anforderungen an den Kopf nicht ersetzen. Denn um fit zu bleiben, muss er ständig gefordert werden.

Nun eine Frage an dein Gedächtnis: Erinnerst du dich noch an den medizinischen Ausdruck für die Zeit nach der letzten Monatsblutung? Gefragt ist das Eigenschaftswort:

p . . . m . . . p . . . . .