Das Arbeitsgedächtnis zu trainieren, macht Sinn.

Das Arbeitsgedächtnis dient dazu, Information vorläufig zu speichern. In diesem Sinne ist es eine Funktion vom Gedächtnis, Erinnerungen zu generieren, die von kurzweiliger Art sind. Beispielsweise braucht man dieses Gedächtnis, um einen Satz inhaltlich zu verstehen. Man kann die Fähigkeit trainieren und so nicht nur seine geistige Fitness verbessern, sondern auch logisches Schlussfolgern und andere Merkmale eines gesunden, stabilen und leistungsfähigen Gehirns.

Das Arbeitsgedächtnis trainieren – wie geht das?

Bei jedem Satz, den wir hören, lesen oder sagen, hilft uns dieser kleine Speicher. Denn um die letzten Wörter den ersten richtig zuzuordnen, müssen wir diese noch im Kopf haben. Nicht abzustreiten ist die Begrenztheit vom Arbeitsgedächtnis. Trainieren kann und sollte man es trotzdem!

Im Arbeitsgedächtnis werden Informationen kurzfristig gespeichert bzw. dort bereitgehalten, um sie schnell abrufen zu können. Wenn Ihnen z. B. jemand eine Adresse nennt und Sie sich diese durch Repetieren merken, um sie dann kurze Zeit später niederschreiben zu können, haben Sie Ihre „working memory“ eingesetzt. Kurze Zeit später haben Sie die Adresse vergessen, weil sie nicht ins Langzeitgedächtnis als Information gelangt ist. Für den Alltag und ein kognitives Training ist das Arbeitsgedächtnis essenziell. Für das Training können Sie es mit einem Sprint vergleichen, nicht mit einem Marathon. Ihre Leistung steigert sich durch schnelles Verarbeiten.

Trainieren Sie Ihr Gedächtnis

Hier geht es zum Gedächtnistraining

Webinar Gedächtnistraining (kostenfreies Webinar)

Die Geheimnisse der Gedächtnisweltmeister. Das volle Potenzial Ihres Gehirns nutzen. Neues Wissen mit vorhandenem Wissen effizient verknüpfen. Bringen Sie ihr Gehirn bequem von zuhause aus auf Trab!

Hier geht es zu den Merktechniken

Meine Merktechniken

Hier erfahren Sie die Techniken der Gedächtnis-Weltmeister und wie Sie sich ALLES besser merken können! Sei es Namen und Gesichter, Zahlen, Daten, Fakten oder Fach- und Allgemeinwissen.

Hier geht es zu den Denksportaufgaben

Denksportaufgaben

Hier geht’s zur Sammlung der besten Denksportaufgaben, bei denen Sie um die Ecke denken dürfen. Tüfteln Sie selbst, denken Sie nach und stellen Sie diese Rätsel Ihren Freunden vor. Abendfüllende Gespräche garantiert.

Darum ist es so wichtig, das Arbeitsgedächtnis zu trainieren

Diese Gedächtnisform gehört dem Kurzzeitgedächtnis an. Das bedeutet, dass das Arbeitsgedächtnis auch verantwortlich ist für die bewusste und aktive Verarbeitung von Informationen, die auditiver und visuell-räumlicher Natur sind. Aber es gibt auch eine Korrelation mit dem Langzeitgedächtnis. Hier wird nämlich durch neuronale Aktivierung z. B. beim Sprechen der Anfang und die Mitte eines Satzes präsentiert, während das Ende gerade erst gehört wird. Durch die Verbindung zwischen Arbeitsgedächtnis und Wahrnehmung entsteht eine Information über den Satzinhalt. Diese Funktionsweisen braucht man u. a. für das Lesen oder Kopfrechnen. Daher ist es wichtig, dass Training auf jene Bereiche zu bringen, um hier eine Steigerung der Effizienz bewirken zu können, die sich dann auch auf andere Aspekte auswirkt. So ist es beispielsweise nicht unüblich, dass mit zunehmender Leistung im Arbeitsgedächtnis die Konzentrationsfähigkeit und das Wahrnehmungsspektrum zunehmen. Sie nehmen mehr und intensiver Ihre Umgebung wahr.

Was ist das Arbeitsgedächtnis?

Der Mensch braucht diese Form von Gedächtnis nicht nur bei alltäglichen und kurzfristigen Aufgaben, sondern auch bei zunehmender Komplexität einer Aufgabe. Gut trainiert, ist es so möglich, sämtliche relevante Aspekte einer Aufgabe zu erkennen und in sinnvolle Zusammenhänge zu bringen. Das Gedächtnis gestattet die Wahrnehmung der gegenwärtigen Umwelt und sorgt so für eine innere Repräsentation. Diese wiederum braucht es beim Problemlösen bzw. beim logischen Denken sowie beim Erwerb von neuem Wissen und beim Definieren von Zielen, die auf aktuelle Umstände bezogen sind.

Um ein passendes Gehirntraining anwenden zu können, sollte eine Abgrenzung gegenüber dem Kurzzeitgedächtnis vorgenommen werden, welches Bestandteil älterer Gedächtnismodelle ist. Gemeinsam ist beiden Annäherungen an das menschliche Erinnerungsvermögen das kurzfristige Speichern von Informationen. Das Kurzzeitgedächtnis ist Teil eines einheitlichen Gedächtnissystems. Neuropsychologisch ist das Arbeitsgedächtnis dadurch gekennzeichnet, dass mittels diesem Informationen manipuliert werden können, während es mit dem Kurzzeitgedächtnis nur möglich ist, diese kurzweilig abzuspeichern.

Arbeitsgedächtnis trainieren: Übungen, Beispiele

Ein Training sollte Teil vom Gehirn-Jogging sein. Das bedeutet, dass Sie zwar das Arbeitsgedächtnis einzeln trainieren können, es aber effizienter und effektiver ist, so viele Bereiche des Gedächtnisses wie möglich ins Training zu integrieren. Ein Gehirn-Training sollte so viel wie möglich aus Ihrer Alltagswelt beinhalten, um neuronale Vernetzungen zu begünstigen. Knüpfen Sie also an Vorwissen an und nutzen Sie dann kurzweilige Informationen. Beispielsweise können Sie auf Ihren Wegen sich bestimmte Dinge  einprägen wie zum Beipsiel die Namen der Straßen, welche Sie durchqueren. Um sich kognitiv zu verbessern, können Sie auch kurzfristige Speicherungen vornehmen: Schlagen Sie ein Telefonbuch auf und merken Sie sich Telefonnummern, die Sie kurze Zeit später notieren. Wichtig ist, dass Sie in solchen Phasen sehr störanfällig sind. Äußere Reize können Sie rasch ablenken. Das gilt es zu integrieren! Nutzen Sie in Ihrem Gedächtnistraining die Störanfälligkeit kurzfristiger Merkleistungen. Sie können z. B. erst ohne störende Reize arbeiten und später sukzessive die Reize Ihrer Umwelt erhöhen. Die Aufgabe besteht darin, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen. Mit einer zunehmenden kognitiven Flexibilität ist es möglich, sich verschiedenen Aufgaben zuwenden zu können, ohne den „roten Faden“ zu verlieren.

Bedenken Sie zudem beim Trainieren, dass das Gedächtnis nur eine begrenzte Ressource ist. Die Millersche Zahl besagt, dass ein Individuum ca. 7 Infos im Arbeitsgedächtnis behalten kann: plus / minus 2. Daher können sich viele Menschen maximal sieben Zahlen merken. Gehen Sie an Ihre Grenzen und testen Sie, wie viele Zahlen Sie sich merken können.

Ein weiteres Gehirntraining ist es, Sätze rückwärts zu sprechen. Bei einem guten Arbeitsgedächtnis können Sie einen längeren Satz vom letzten bis zum ersten Wort durchsprechen. Die kognitiven Aufgaben ergeben sich aus mehreren Dimensionen: Sie müssen sich einen Satz ausdenken, sich diesen merken und ihn rückwärts aussprechen und dabei kontrollieren, ob Sie richtig liegen. Ältere Menschen können sich zur Sicherheit den Satz notieren. Das Rückwärtssprechen können Sie intensivieren, indem Sie nicht nur die Worte im Satz vom letzten bis zum ersten aussprechen, sondern auch innerhalb der Wörter vom letzten zum ersten Buchstaben gehen.

Etwas einfacher ist es, Wörter zu buchstabieren. Hierbei geht man ähnlich vor wie beim Rückwärtssprechen von Sätzen: Denken Sie sich ein langes Wort aus, merken Sie es sich und buchstabieren Sie es schließlich. Sie können im nächsten Schritt dazu übergehen, das Wort rückwärts zu buchstabieren.

Ein weiteres Beispiel, was einfach klingt, aber durchaus eine Herausforderung darstellen kann, ist es, sich Wörter zu merken, die dann in Gesprächen oder beim Schreiben gemieden werden, so dass Sie nach Umschreibungen und Synonymen suchen müssen und gleichzeitig alle zu meidenden Wörter im Gedächtnis ablegen müssen.

Im Grunde können Sie alles in Ihre Gehirnjogging-Aufgaben einbinden, was Sie sich kurz einprägen und wiedergeben müssen.

Markus Hofmann Glossar Arbeitsgedächtnis trainieren

KOSTENLOSES WEBINAR

KOSTENLOSER NEWSLETTER