Textmarker- oder Sprechertyp? Finden Sie die richtige Lerntechnik für sich!

Vielleicht haben Sie es irgendwann schon gehört. Es gibt verschiedene Lerntypen. Auch ohne eine eingehende Analyse können Sie leicht erkennen, welche Lerntechnik die richtige für Sie ist. Sind Sie jemand, der gerne einen Textmarker verwendet, wenn Sie etwas lernen oder lesen müssen? Oder sprechen Sie lieber laut?

Tipps für jede Lerntechnik - so geht es noch leichter!

Wenn Sie hauptsächlich visuell lernen, dann ist der Textmarker Ihr bester Helfer. Noch eingängiger wird der Stoff aber mithilfe von Flipcharts oder Filmen und Dokumentationen, die das betreffende Gebiet beleuchten. Für diejenigen, die Dinge gerne aktiv tun und sich so Vorgänge einprägen, gilt: Experimentieren Sie! Oder suchen Sie Personen und Orte auf, die Ihnen die praktische Anwendung eines Sachgebietes näherbringen. Manchen Menschen hilft es besonders, den Stoff laut vorzusprechen. Diese Lerntechnik wird unterstützt, indem man versucht, Personen, die nichts über das Thema wissen, die gelernten Informationen verständlich zu vermitteln.

 

Was eine gute Lerntechnik ausmacht und was sie bringt


Im Studium, vor Seminaren oder anderen Herausforderungen sind Viele auf der Suche nach Tipps zu der besten Lerntechnik. Das Ziel: Sie sollen dabei helfen, dass man sich den jeweiligen Lernstoff schnell und nachhaltig merken kann. Vor allem, dass das Wissen in dem Moment wieder abgerufen werden kann, wenn es die Situation verlangt. Mit der richtigen Technik fällt es Menschen um ein Vielfaches leichter, sich Informationen zu merken und auswendig zu lernen. Die optimale Prüfungsvorbereitung lässt sich mit den besten Lerntechniken – die auch alle Gedächtnisweltmeister nutzen – effektiv gestalten. Dafür gibt es verschiedene Methoden: Viele Studenten greifen beispielsweise gerne zu Karteikarten – eine Methode, die sich mittlerweile auch online gut praktizieren lässt und damit auch zwischendurch angewendet werden kann. 
Doch eine optimale Prüfungsvorbereitung ist nicht nur für Studenten wichtig. Mit den richtigen Techniken gelingt es jedem, Wissen, das über den gewöhnlichen Lernstoff hinausgeht, fest im Gehirn zu verankern – am besten lebenslang. 
Denn etwas nur schnell auswendig zu lernen ist oft nicht zielführend, wie Sie bald feststellen werden. Um es nochmals deutlich anzusprechen: Eine gute Technik ist nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern speichert Wissen vor allem nachhaltig ab.
Damit auch Ihnen das in Zukunft gelingt, werden Sie hier mit den richtigen Tipps über Methoden und Lerntechniken versorgt. 

 

Der Transfer vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis


Besonders im Studium ist es wichtig, die richtigen Lerntechniken für ein effizientes Lernen von Stoff zu finden – und diese sollten in minimaler Zeit für ein maximales Ergebnis sorgen. 
Die beste Technik ist diejenige, die dem persönlichen Lerntyp entspricht. Klingt banal, ist aber genau der Punkt. Jede Person ist ein Individuum: Es gibt viele verschiedene Faktoren, die den Alltag und damit zwangsläufig auch den Lernprozess beeinflussen.
Um Wissen effektiv ins Langzeitgedächtnis zu transferieren, darf dieses nicht bloß eingetrichtert werden. Pures Auswendiglernen gehört zu den Techniken, die es meist nicht ins Langzeitgedächtnis schaffen.
Gute Lerntechniken hingegen bewirken, dass bei jeder neuen Information weitere, stabile Nervenverbindungen geknüpft werden.
So lässt sich Neues nicht nur schneller merken, sondern Sie können auch länger und zuverlässiger auf dieses Wissen zugreifen.

 

Was versteht man unter einer Lerntechnik?


Eine gute Lerntechnik ist eine sinnvolle Alternative zum bloßen Auswendiglernen.
Mit den verschiedenen Methoden lassen sich Inhalte leichter und länger merken, große Mengen an Prüfungsstoff besser bewältigen und wissenschaftliche Texte in kürzerer Zeit verstehen.
Der Hauptvorteil einer Lerntechnik jedoch ist die Zeitersparnis. Mit den richtigen Techniken sorgen Sie selbst kurzfristig und bei kleinem Zeitkontingent für beste Ergebnisse. 
Es gibt verschiedene bekannte Lerntechniken: Eine davon ist die Verwendung von Karteikarten: Lernen Sie weiter unten, wie Sie diese für Ihre Lernzwecke nutzen. Wenden Sie Lernmethoden korrekt an, lässt sich neu erworbenes Wissen lange merken. Optimieren Sie jetzt Ihre Art zu lernen, indem Sie gegen die Vergessenskurve arbeiten, die größten Lernfehler vermeiden und effektive Methoden wie die Loci- oder die ABC-Methode kennenlernen!

 

Warum ist eine Lerntechnik sinnvoll?


Lernen ist ein komplexer Prozess, der durch verschiedene Tipps zur Technik und diverse Rahmenbedingungen unterstützt werden kann.
Lerntechniken erlauben es Ihnen, individuell auf Ihren Lerntyp einzugehen. Zudem wirken schnelle Erfolge motivierend. Die Lernbereitschaft steigt, was den Weg für weitere Erfolge ebnet.
Wer mit solchen erprobten Techniken lernt – insbesondere schwierige Inhalte und komplizierten Stoff –, verbessert seine Fähigkeit, auch zukünftig Neues besser zu lernen. 
Für eine anstehende Prüfung einfach drauflos zu lernen ist nicht unbedingt effektiv. Etwas auswendig zu lernen ist mit einigen Nachteilen verbunden: Die Lerninhalte werden nur kurzfristig abgespeichert und das monotone Auswendiglernen lässt die Konzentration und Motivation schneller sinken. Lerntechniken gestalten den Lernprozess hingegen produktiver und machen zudem mehr Spaß. Sie sind Sport für das Gehirn und halten es langfristig fit.
Holen Sie daher mit den richtigen Techniken das Beste aus Ihrer Zeit und Ihrem Wissen heraus: Welche Lerntechniken Sie hierfür kennen sollten, erfahren Sie weiter unten im Text. 

 

Die Vergessenskurve


Kennen Sie die Ebbinghaussche Vergessenskurve? Sie geht auf den Psychologen Hermann Ebbinghaus zurück und lässt sich sowohl auf Schule und Studium als auch auf den Job und den Alltag übertragen:

●        Die Vergessenskurve besagt, dass Sie nach etwa 20 Minuten neu gelernte Inhalte bereits zu 40 % wieder vergessen haben.

●        Nach nur einer Stunde sinkt die Halbwertzeit vom Lernstoff sogar auf 45 % herab.

●        Nach einem ganzen Tag erinnern Sie sich wahrscheinlich nur noch an ein Drittel des Gelernten.

●        Und nach sechs Tagen sind gerade noch 23 % des Lernstoffes im Gehirn abgespeichert und verfügbar.

●        Diese Zahl verringert sich auf lange Sicht nochmals: Ungefähr 15 % sind dann noch übrig von dem, was Sie mühsam auswendig gelernt haben.



Das lässt sich so erklären: Diese Kurve des Vergessens ist gewissermaßen eine wichtige Schutzfunktion des Gehirns. Viele Reize strömen täglich darauf ein und müssen gefiltert werden, um das Gehirn nicht zu überlasten. Nur wirklich Wichtiges wird langfristig abgespeichert. 
Hier setzen die besten Lerntechniken an: 
Sie bewirken, dass das Vergessen gestoppt wird und helfen so dabei, den Lernstoff und andere Inhalte im Gedächtnis zu verankern. Dies geschieht beispielsweise durch Wiederholungseinheiten, die Sie einschieben, um die Vergessenskurve zu durchbrechen. 

 

Diese Lerntechniken können das Lernen erleichtern


Kommen wir zu den konkreten Lerntechniken, die Ihren Lernerfolg optimieren können. Einige Beispiele sollen zudem verdeutlichen, wie Sie die Methoden korrekt anwenden. Anschließend können Sie direkt mit dem Lernen starten und die Methoden in der Praxis testen.

 

Karteikarten: so lernt man Inhalte effektiv auswendig


Um gegen die Vergessenskurve anzugehen, eignen sich Karteikarten sehr gut.
Sie sind eine populäre Methode zur Prüfungsvorbereitung im Studium, die dabei helfen kann, sich Stoff auswendig zu merken. Das Wichtigste dabei ist, dass Sie die Wiederholungseinheiten sinnvoll in Ihren Tagesablauf einschieben. Lernen Sie die Karteikarten daher nicht bloß, bis Sie die Inhalte beherrschen. Sortieren Sie die Karten in einem Kasten so ein, dass Sie diese immer kurz vor der nächsten Phase der Vergessenskurve wiederholen: also nach 20 Minuten, nach einer Stunde, nach einem Tag, nach sechs Tagen und nochmals nach einer etwas längeren Zeit, beispielsweise nach drei Monaten. So rufen Sie sich die Informationen immer wieder dann ins Gedächtnis, wenn diese kurz vor dem Vergessen stehen, bis sie ins Langzeitgedächtnis transferiert werden. 

 

Loci-Methode: die beste Technik nicht nur für Studenten vor einer Prüfung


Diese Lerntechnik wird Ihnen dabei helfen, bestimmte Dinge miteinander zu verbinden. 
Das Konzept: Sie erstellen eine Verknüpfung von Orten und Objekten mit Lerninhalten.
Dafür stellen Sie sich ein Gebäude vor, etwa ein Haus mit verschiedenen Zimmern. Gedanklich legen Sie in jedem Zimmer eine Information zu Ihrem Lernthema ab. Um diese nachträglich wieder abzurufen (beispielsweise während einer Prüfung), gehen Sie in Gedanken die Route ab, die Sie auch bei der Vorbereitung festgelegt haben. Bei jedem Punkt sammeln Sie sozusagen die Info ein, die Sie diesem vorher zugeordnet haben. 
Sie können sich statt einem Haus auch einen Weg, einen Park oder eine andere Örtlichkeit vorstellen – wichtig ist bloß, dass Sie eine Route mit verschiedenen Punkten systematisch verfolgen.

 

Lernstoff gut im Gehirn verankern mit der ABC-Technik


Bei dieser Lerntechnik wird jedem Buchstaben des Alphabets ein bestimmtes Bild zugeordnet. 
Das klappt auch, wenn Sie verschiedene Informationen abspeichern möchten.
Die Idee dahinter: Das Gehirn kann Stoff für eine Prüfung besonders gut abspeichern, wenn es Verknüpfungen zu Bekanntem herstellt. So lässt sich das Gelernte leichter und für lange Zeit abspeichern.

 

Visualisierung: Wissen sichtbar machen


Wenn Sie bei der Vorbereitung auf einen Test verschiedene Bilder vor dem inneren Auge aufleben lassen, wird Ihr Gehirn sich diese gut merken. Die meisten Menschen gehören zu den visuellen Lerntypen, da unser Gehirn darauf ausgelegt ist, Sehinformationen besonders gut zu verarbeiten. Hierfür gibt es sogar ein spezielles Gehirnareal. Aus dieser Idee heraus sind die Techniken der Visualisierung entstanden, darunter auch die Organigramme. 
Dahinter stecken sogenannte Organisationsschaubilder, die Informationen strukturell geordnet und sehr übersichtlich abbilden.
Ähnlich verhält es sich mit Mindmaps, welche die wohl beste visuelle Methode für Kreative darstellen. Hierbei werden Zusammenhänge verschiedener Inhalte besonders deutlich.
Im Zentrum der Mindmap steht ein Schlagwort, von dem Äste mit weiteren Informationen und Aspekten ausgehen. Weitere Verzweigungen sind stets möglich, solange der Platz es zulässt. Mittlerweile können Sie auch online digitale Mindmaps erstellen, die viele Möglichkeiten zur visuellen Gestaltung bieten.
Über Organigramme und Mindmaps hinaus gibt es verschiedene weitere Techniken zur richtigen Visualisierung von Lernstoff und anderem Wissen.

 

SQR3: die wohl beste Lerntechnik für wissenschaftliche Texte


Diese Technik ist gut dazu geeignet, wissenschaftlichen Stoff leichter zu erfassen, ohne lange Zeit dafür aufbringen zu müssen.
Die besten Tipps hierzu lauten: 

●        Erst lesen Sie nur das Inhaltsverzeichnis und die Überschriften.

●        Dann stellen Sie Hypothesen darüber auf, um welche Themen sich der Text dreht.

●        Überlegen Sie sich verschiedene Fragen, die der Text Ihnen nach dem gründlichen Lesen beantworten soll.

●        Erst jetzt erfolgt ein gründliches Lesen der Inhalte inklusive Markieren und Kommentieren.

●        Zum Abschluss schreiben Sie eine kurze Zusammenfassung mit den wichtigsten Informationen. Geben Sie den Inhalt in eigenen Worten wieder. Am besten erstellen sie aus den gesammelten Informationen eine Mindmap



Halten Sie diese Schritte beim Lesen komplizierter Texte stets ein. Sie verschaffen sich zunächst einen Überblick. Mit den Eingangsfragen wecken Sie Ihre Neugier, sodass Sie beim Lesen aufmerksamer sind. Zudem wiederholen Sie den Inhalt dabei mehrmals, was dem Vergessen entgegenwirkt. Sie werden sich das Gelesene so leichter merken.

 

Speed-Reading


Speed-Reading gehört zu den wohl besten Methoden, Stoff schneller zu lesen und sich trotzdem mehr Informationen zu behalten.
Im Studium kann Speed-Reading unter anderem dabei helfen, vor einer Prüfung Lernstoff leichter und vor allem schneller zu erfassen. Wenn Sie es selbst ausprobieren möchten, beginnen Sie, indem Sie in einem Buch stets nur den mittleren Teil jeder Zeile aktiv lesen. Die Wörter, die am Rand der Zeilen stehen, kann Ihr Gehirn sich grundsätzlich selbst hinzudenken. Versuchen Sie, die Seiten mit den Augen zu scannen. Sie werden sehen, dass Sie dennoch den Inhalt aufnehmen und verarbeiten.

 Wer Speed-Reading anwendet, profitiert von einer hohen Zeitersparnis. Mit etwas Übung können Sie (Fach-)Bücher in wenigen Stunden lesen und sich dennoch das Gelesene merken.

 

Was Sie bei einer guten Lerntechnik vermeiden sollten


Wenn Sie sich für lange Zeit leichter Informationen merken möchten, testen Sie am besten aus, welcher Lerntyp Sie sind. Ein solcher Lerntypen-Test kann online absolviert werden und gibt Hinweise darauf, welche Techniken für Sie erfolgversprechend sind.

Tipps zur Emotion: Sie sollten es auch vermeiden, mit negativen Emotionen eine Lerntechnik anzuwenden. Mit einer positiven Grundhaltung lassen sich Lernstoff und andere Inhalte in kurzer Zeit um einiges besser im Gehirn verankern. Hilfreich ist es für viele Studenten oder auch Arbeitnehmer, sich Feedback von anderen einzuholen, Fortschritte zu dokumentieren, einen Zeitplan zu erstellen oder während dem Lernen nicht online zu sein. All diese Tipps können zu mehr Motivation und einer ausgeglichenen Gefühlslage führen und den Lernprozess so unterstützen.

Studien zeigen außerdem, dass man sich Informationen schlechter merkt, wenn man weiß, dass sie online verfügbar sind. Daher hilft es, sich die Information zu merken und nicht, wo diese online zu finden ist.

Der sogenannte Zeigarnik-Effekt zeigt darüber hinaus, dass abgeschlossene Prozesse schneller vergessen werden. Wer Dinge also über eine lange Zeit abspeichern möchte, sollte diese Tipps beherzigen: 
Es kann helfen, wenn man nicht nur für ein Ereignis, zum Beispiel für eine Prüfung, lernt. 
Am besten überlegen Sie, wann das Wissen noch von Nutzen sein wird.

Pausen sind unerlässlich. Selbst wenn die Prüfung kurz bevor steht: Der Lernerfolg stellt sich schneller ein, wenn Pausen eingelegt werden – am besten regelmäßig. Beim Erlernen neuer Fähigkeiten entstehen im Gehirn Verbindungen. Es braucht daher Zeit, bis Informationen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis übertragen werden. Je mehr man lernt, desto länger sollten also auch die Pausen sein. Im Schlaf geschieht dies auf besonders produktive Art und Weise. Ein Nickerchen zwischen den Lern-Sessions ist also keine schlechte Idee, sondern vielmehr eine weitere Methode zum Erfolg.

Ob Studenten während dem Studium, Schüler vor einer Prüfung, Arbeitnehmer oder Selbstständiger: Wer lernt und dabei die beste Technik gut anwendet – und vielleicht sogar gleich nach dem Büffeln ein Nickerchen macht – speichert mehr Wissen im Gehirn ab und wird auf lange Sicht erfolgreicher sein.

 

 

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