Gehirn trainieren mit Denksport



Etwa zur Mitte des zweiten Lebensjahrzehntes beginnt das Gehirn abzubauen. Kein Wunder, dass viele Menschen dagegen etwas tun wollen – vielleicht gehören Sie ja auch dazu?
Wenn das der Fall ist, stehen Ihnen Optionen wie Gehirnjogging, Logikrätsel, Wortspiele und Zahlenknobeleien zur Verfügung, um Ihr Gehirn zu trainieren und vor dem Abbau zu bewahren.
Das Gehirn trainieren mit Denksport – funktioniert das tatsächlich? Dieser Artikel klärt auf: Was genau zählt zu den Denksport Aufgaben, was passiert dabei in unserem Hirn und was ist zu beachten, damit das Ergebnis möglichst positiv ausfällt? Erfahren Sie es hier!

 

Was versteht man unter Denksport?

 

Der Begriff Denksport kann zwei verschiedene Dinge auszudrücken: Übungen mit kognitiven Disziplinen, die im Rahmen eines Wettkampfes ausgeübt werden und das Absolvieren von Aufgaben mit dem Ziel, ein effektives kognitives Training zu absolvieren. Ein solches Gehirnjogging kann Fähigkeiten optimieren, die im Alltag nützlich sind. Zu den Zielen, die beim Gehirntraining im Fokus stehen, gehören daher:

●        Das Gehirn trainieren mit Denksport wie einen Muskel: je regelmäßiger und anspruchsvoller, umso besser.

●        Denkgeschwindigkeit steigern

●        Konzentrationsfähigkeit verbessern

●        das logische Denken und die Vorstellungskraft trainieren

●        die Merkfähigkeit und damit das Gedächtnis verbessern

●        den natürlichen Abbau der geistigen Fähigkeiten aufhalten oder verzögern

●        und das Ganze natürlich mit Spaß!

 

Doch wie sieht die Umsetzung dieser Ziele im Gehirntraining aus?


Die Aufgaben, die das Gehirn trainieren mit Denksport, werden im Idealfall von Neurologen, Psychologen und anderen Wissenschaftlern entwickelt. Damit die Übungen möglichst effektiv das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeiten trainieren, sollte der Anspruch an den Trainierenden kontinuierlich zunehmen, denn das Gehirn wächst mit seinen Aufgaben – ähnlich wie ein Muskel. Dadurch beinhalten die meisten Aufgaben unterschiedliche Level mit steigendem Schwierigkeitsgrad.
Die Übungen müssen jedoch stets genau dem Niveau des Übenden entsprechen, damit dieser sich im Flow befindet: Das bedeutet, dass er weder überfordert, noch unterfordert ist. Dann sind Motivation und Lernerfolg beim Gehirntraining am stärksten.
Das kann so aussehen, dass die integrierten Muster komplizierter werden, anspruchsvollere Rechnungen notwendig sind, längere Wörter vorkommen oder es mehr Kombinationsmöglichkeiten gibt.
Ebenfalls wichtig für den Erfolg ist ein regelmäßiges Training: So, wie körperliches Training die Muskeln stärkt, stärkt kontinuierlicher Denksport das Hirn.

 

Was passiert beim Denksport im Gehirn?

 

Das Gehirn trainieren mit Denksport ist einerseits dazu geeignet, Leistungssteigerungen hervorzurufen, beispielsweise im Gedächtnis. Andererseits eignet sich Gehirnjogging auch dazu, präventiv vorzugehen, wenn es beispielsweise um die Vorbeugung diverser Erkrankungen geht.

 

Denksport und Erkrankungen


Patienten mit Demenzerkrankungen wie Alzheimer, aber auch Menschen mit Parkinson, Rechenschwäche oder Wortfindungsproblemen können davon profitieren, wenn sie ihr Gehirn trainieren mit Denksport. Die Aufgaben können den Ausbruch einer Krankheit verhindern oder bei bestehender Erkrankung das Fortschreiten verzögern.

 

Wie das Gehirn Informationen speichert


Um zu verstehen, wie das Gehirn trainieren mit Denksport die Fähigkeiten beeinflussen kann, sollte man wissen: Es gibt ein Superkurzzeit-, ein Kurzzeit- und ein Langzeitgedächtnis.
Eindrücke der Sinnesorgane gelangen ins Gehirn, werden in den Neuronen verarbeitet und verschwinden innerhalb von Millisekunden wieder – sofern die jeweilige Information nicht als wichtig eingestuft wird. Dabei handelt es sich um einen Selbstschutz-Mechanismus des Gehirns, damit nicht zu viele unwichtige Informationen abgespeichert werden.
Ein Beispiel zur Veranschaulichung dieses Vorgangs: Ein Auto fährt vorbei. Sie nehmen die Farbe wahr. Werden Sie kurz darauf danach gefragt, können Sie sich vermutlich nicht mehr daran erinnern – es sei denn, Sie haben einen anderen Gedanken damit verbunden, beispielsweise weil Ihnen die Farbe des Autos besonders gut gefiel.
Das erklärt sich so, dass unser Gehirn emotionale Informationen besonders gerne hat. Inhalt, der mit Gefühlen verbunden wird, hat daher eher die Chance, vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis transferiert zu werden.
Dieser Vorgang funktioniert bei Emotionen wie Freude, Neugier und Begeisterung, aber auch bei negativen Emotionen wie Schmerz oder Angst.
Kommunikation ist ein optimales Gehirntraining, da sie fast immer mit Emotionen verbunden ist. Die emotionalen Vorrichtungen des Gehirns verstärken die Umbauprozesse an den Synapsen und das Aufgenommene wird dank der vielen stabilen Vernetzungen besser abgespeichert.
Dies können Sie sich beispielsweise bei Übungen mit Zahlenfolgen zunutze machen. Wer versucht, sich eine lange Reihe an Ziffern ohne Verbindung zu merken, wird vermutlich scheitern. Verbinden Sie stattdessen mit jeder Ziffer ein Bild und spinnen eine kurze Geschichte zu der Zahlenabfolge, wird das Ihrem Gedächtnis helfen.

Merken Sie sich daher: Bei neuen Erfahrungen bilden Ihre Neuronen stets neue, weit verzweigte Netze. Kommt beim Training auch noch ein Aha-Erlebnis hinzu, können Sie sicher sein, dass Ihr Belohnungssystem im Hirn darauf anspricht und mit einem besonders guten Lernerfolg darauf reagiert.
Wollen Sie also Ihr Gehirn trainieren mit Denksport, achten Sie auf sinnvolle gedankliche Verbindungen, führen Sie Übungen mit Emotionen durch und arbeiten Sie auf ein Aha-Erlebnis hin.

 

Gehirn trainieren mit Denksport – Best Practice Beispiel


Sie möchten Ihr Gehirn trainieren mit Denksport und fragen sich noch, welche Aufgaben zum Gehirnjogging geeignet sind? Die folgenden Übungen vermitteln Ihnen einen Eindruck dessen, was möglich ist.

Die simple, aber effektive Übung, das richtige Wechselgeld zu einem Geldbetrag zu berechnen, ist besonders gut für das Training von Gedächtnis und Zahlenverständnis geeignet. Zum Gehirn trainieren mit Denksport bieten sich auch Aufgaben mit Zahlenreihen an, die es zu vervollständigen gilt.
Andere Übungen zielen darauf ab, die räumliche Aufmerksamkeit oder Ihre Kombinationsgabe zu trainieren. Diese Aufgaben verlangen zum Beispiel, dass Sie Muster miteinander vergleichen, technische Probleme lösen, aus ungeordneten Buchstabenhaufen sinnvolle Wörter bilden oder räumliche Puzzles lösen.
Eine populäre Aufgabe, mit der sich auch die Konzentration und Auffassungsgabe trainieren lassen, ist folgende: Es werden dem Betrachter verschiedene Farbnamen angezeigt, wobei die Wörter in einer vollkommen anderen Schriftfarbe stehen. Sie müssen sich auf die Bedeutung des Wortes konzentrieren, da die Farbe und Bedeutung nicht miteinander übereinstimmen, was das Hirn schnell verwirrt.

 

Tipps zur Durchführung der Denksport Übungen



Wer sein Gedächtnis und andere kognitive Fähigkeiten mit Denksport trainieren will, sollte folgende Dinge beachten:

●        Für Ruhe sorgen: Ein ungestörter Ort bietet optimale Voraussetzungen.

●        Kurze Einheiten und Abwechslung bei den Übungen: Die Konzentration lässt sonst nach kurzer Zeit wieder nach.

●        Umfassende Aufgaben: Das Gehirn soll immer vielseitig gefordert werden, um alle kognitiven Fähigkeiten zu

          trainieren.

●        Körperliche Bewegung steigert zusätzlich die Durchblutung und somit die Gehirnleistung.



Viele Programme zum Üben messen zudem die Genauigkeit sowie die Geschwindigkeit Ihrer Antworten. So haben Sie die Möglichkeit, sich mit ähnlichen Personengruppen zu vergleichen und Ihren Leistungsstand einzuschätzen.

 

 

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