Das Einstein-Rätsel

Albert Einstein verfasste dieses Rätsel im letzten Jahrhundert. Er behauptete, dass 98% der Weltbevölkerung nicht in der Lage seien, es zu lösen.

1. Es gibt fünf Häuser mit je einer Farbe.
2. In jedem Haus wohnt eine Person einer anderen Nationalität.
3. Jeder Hausbewohner bevorzugt ein bestimmtes Getränk raucht eine bestimmte Zigarettenmarke und hält ein bestimmtes Haustier.

WEM GEHÖRT DER FISCH?????

Die Hinweise:
Der Brite lebt im roten Haus.
Der Schwede hält einen Hund.
Der Däne trinkt gerne Tee.
Das grüne Haus steht links vom weißen Haus.
Der Besitzer des grünen Hauses trinkt Kaffee.
Die Person, die Pall Mall raucht, hält einen Vogel.
Der Mann, der im mittleren Haus wohnt, trinkt Milch.
Der Besitzer des gelben Hauses raucht Dunhill.
Der Norweger wohnt im ersten Haus.
Der Marlboro Raucher wohnt neben dem, der eine Katze hält.
Der Mann, der ein Pferd hält, wohnt neben dem, der Dunhill raucht.
Der Winfield Raucher trinkt gerne Bier.
Der Norweger wohnt neben dem blauen Haus.
Der Deutsche raucht Rothmanns.
Der Marlboro Raucher hat einen Nachbarn, der Wasser trinkt.

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Einsteinrätsel - das macht es besonders

Markus Hofmann arbeitet seit Jahren als professioneller Gedächtnistrainer und kennt die vielen Tricks und Kniffe für erfolgreiches Lernen genau. Mit systematischen Übungen zur Verbesserung der Gedächtnisleistung können Sie Ihre Lernerfolge innerhalb kürzester Zeit steigern. Gedächtnis-Coach Markus Hofmann zeigt in seinen kurzweiligen Seminaren Schritt für Schritt auf, wie Sie das volle Potenzial Ihres Gehirns im Alltag nutzen können. Eine weltweit prominente Denkaufgabe ist das sogenannte Einsteinrätsel. Alles Wissenswerte zu dem beliebten Logik-Rätsel finden Sie in einer kleinen Zusammenfassung zum Thema.

 

Was ist das Einsteinrätsel?


Das Einstein-Rätsel ist eines der bekanntesten Logicals und setzt die Fähigkeit zu logischen Schlussfolgerungen voraus. Die Aufgabe ist an die klassische deduktive Logik angelehnt und beinhaltet Elemente der Mengenlehre. Seit den frühen 1960ern gehen verschiedene Varianten des Einstein-Rätsels um, das 1962 erstmals im Life International Magazine in New York veröffentlicht wurde. Inzwischen haben Verlage in der ganzen Welt das Rätsel vielfach abgedruckt und abgeändert.

 

Der Mythos um das Einsteinrätsel


Zwei große Mythen kreisen um das beliebte Logikrätsel: Angeblich ist der berühmte Physiker Albert Einstein der Urheber der ersten Variante, die auch Markus Hofmann für seine Übungen nutzt. Einstein soll behauptet haben, dass nur 2 % der Weltbevölkerung in der Lage seien, das Rätsel zu lösen. Historische Nachweise für diese Behauptungen gibt es keine. Jedoch ist der clevere Marketing-Trick sicher maßgeblich für den weltweiten Erfolg des Einsteinrätsels.

 

Wem gehört der Fisch?


Das Einsteinrätsel legt zunächst ein paar Grundprämissen fest, die den Rahmen des Rätsels bestimmen. Diese Fakten bilden sozusagen das Gedankengerüst, an dem Sie sich zur Lösung des Rätsels orientieren können. Jenes Gedankengerüst lässt sich nicht nur im Kopf, sondern auch leicht auf Papier visualisieren. Die Grundfrage des Rätsels lautet: Wem gehört der Fisch? Die Antwort wird erst im letzten Abschnitt dieses Textes genannt, um die Übung nicht zu stören.

Grundprämissen des Einsteinrätsels

●        Fünf verschiedenfarbige Häuser stehen in einer Reihe.

●        In jedem Haus wohnt ein anderer Landsmann.

●        Keiner hat die gleichen Vorlieben wie seine Nachbarn: Sie bevorzugen unterschiedliche
          Zigarettenmarken, Getränke und Haustiere.

Die 15 Prämissen zur Auffindung des Fisches

●        Der Brite lebt im roten Haus.

●        Der Schwede hat einen Hund.

●        Der Däne trinkt am liebsten Tee.

●        Das grüne Haus steht links vom weißen Haus.

●        Der Kaffeetrinker wohnt im grünen Haus.

●        Der Pall Mall Raucher hält einen Vogel.

●        Der Bewohner des mittleren Hauses trinkt gern Milch.

●        Der Besitzer des gelben Hauses raucht am liebsten Dunhill.

●        Ganz links wohnt der Norweger.

●        Der Marlboro Raucher wohnt neben dem Katzenhalter.

●        Der Pferdebesitzer ist der Nachbar vom Dunhill Raucher.

●        Der Winfield Raucher trinkt am liebsten Bier.

●        Der Nachbar vom Norweger wohnt in einem blauen Haus.

●        Der Deutsche raucht Rothmanns.

●        Der Nachbar des Marlboro Rauchers trinkt am liebsten Wasser.

Nur die Schlausten finden die Lösung


Glücklicherweise ist die Behauptung, nur 2 % der Menschheit könnten die Lösung des Rätsels finden, nachweislich nicht ganz richtig. In einigen Testgruppen verschiedener wissenschaftlicher Studien waren bis zu 100 % der Probanden in der Lage, das Rätsel zu lösen. Die Schwierigkeit besteht nicht in der deduktiven Schlussfolgerung - jedes gesunde Gehirn ist dazu in der Lage. Vielmehr geht es bei dem Einsteinrätsel um die Anregung kognitiver Prozesse und die Bereitschaft, eine Aufgabe durch Denken zu lösen. Das macht das Einsteinrätsel so hilfreich für Markus Hofmanns Seminare zum Gedächtnis-Training.

 

Was bringt das Einsteinrätsel?


Das moderne Einsteinrätsel ist nicht nur ein kleiner Trick zur Vermarktung der im Rätsel genannten Zigarettenmarken. Die anspruchsvolle Logik-Aufgabe regt den neuronalen Austausch an, sodass das Hirn auf Hochtouren arbeiten kann. Ähnlich wie unsere Muskeln gilt auch für Synapsen im Hirn: Use it or lose it! Das bedeutet, dass die kognitive Leistungsfähigkeit sinkt, wenn wir unser Gehirn nicht regelmäßig beanspruchen und trainieren. Ein gutes Gedächtnis ist also durchaus erlernbar. Das Einsteinrätsel regt neuronale Prozesse im Großhirn an und beansprucht unsere sogenannten grauen Zellen. Werden diese regelmäßig gefordert, fällt es Menschen leichter, sich auf schwierige Aufgaben zu konzentrieren und komplizierte Denkprozesse durchzuführen.

 

Testen Sie Ihr logisches Denken


Das Einsteinrätsel gibt viel Aufschluss über die Art und Weise, wie Ihr Gehirn Informationen verarbeitet. Fällt es Ihnen leicht, sich die fünf Häuser und ihre Bewohner vorzustellen? Beim Lesen der einzelnen Prämissen beginnt Ihr Gehirn bereits, erste Kategorisierungen zu treffen. Die ersten zwei bis drei Eigenschaften sollten Sie schnell zuordnen können. Gedächtnis-Profis können sich die Aufgabe zusätzlich erschweren und auf Stift und Papier verzichten. So werden mehr Hirnareale beansprucht und das Kurzzeitgedächtnis wird intensiv angeregt.

 

Stressabbau durch Gehirntraining


Logicals und andere Rätsel regen nicht nur die Synapsen im Großhirn an, sondern dienen auch zum effektiven Stressabbau. Im Alltag sammeln wir aufgrund von Ängsten und Frustration Stresshormone an, die die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit einschränken. Ist der cerebrale Motivationszirkel erst einmal gestört, kann es zu einer negativen Kettenreaktion kommen: Niedrige Serotonin- und Dopaminspiegel schmälern die Motivation und die Leistungsfähigkeit. Anstehende Aufgaben fallen Betroffenen schwerer und die Aussicht auf Erfolg sinkt. Das verursacht neuen Stress und stört unser Belohnungssystem, wodurch ein noch größerer Mangel an motivierenden Glückshormonen entsteht. Kleine Rätsel und Gedankenspiele wie das Einsteinrätsel lenken vom stressigen Alltag ab und verschaffen Ihnen kleine Erfolgsgefühle. Serotonin- und Dopaminspiegel steigen und Sie können neue Denkaufgaben effizienter bewältigen.

 

Was sagen Einsteinrätsel aus?


Das beliebte Rätsel ist freilich nicht mit einem IQ Test zu vergleichen. Können Sie sich Katze, Pferd und Haus nur schwer vorstellen, ist dies vielmehr ein Zeichen für verminderte Konzentrationsfähigkeit. Das Rätsel ist so aufgebaut, dass die Lösung nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Alle Prämissen müssen mehrmals gelesen und gedanklich miteinander verknüpft werden. Die Person zu finden, die den Fisch beherbergt, ist deshalb auch eine Frage von Geduld. Übrigens wird der Fisch in den Prämissen nie direkt genannt - streng genommen ist die Antwort "Niemandem gehört ein Fisch" also nicht falsch. Dass der fünfte Hausbewohner einen Fisch haben muss, schließen wir nur daraus, dass nach einem Fisch gesucht wird und kein anderer einen hat. Der fünfte Hausbewohner könnte aus logischer Sicht aber ebenso gut ein Zebra oder eine Schildkröte besitzen.

 

Wie viele Rätsel gibt es?


Das angeblich von Albert Einstein erdachte Rätsel wird in vielen unterschiedlichen Variationen erzählt. Der strukturelle Aufbau der 15 Prämissen bleibt dabei der selbe. Lediglich die Elemente der Prämissen werden ausgetauscht: In jugendfreundlichen Varianten tauschen Autoren bespielsweise die Zigarettenmarken durch Sportarten aus. Auch regionale Unterschiede sind erkennbar: In den USA ist das sogenannte Zebrarätsel deutlich bekannter als die europäische Version, in der nach einem Fisch gefragt wird. Üblich sind auch Abwandlungen der Nationalitäten der einzelnen Bewohner. Im spanischsprachigen Raum wird der Norweger häufig als Spanier benannt.

 

Logicals für Fortgeschrittene


Abhängig vom didaktischen Anspruch der Übung gibt es vereinfachte und erschwerte Varianten des Rätsels. Dazu wird die Anzahl der Häuser reduziert oder entsprechend erhöht. Auch das aus Japan stammende Sudoku Spiel weist vergleichbare Strukturen auf. Die Häuser werden hier durch Zahlenreihen repräsentiert. Alle Rätsel können durch gedankliches Ausprobieren und deduktive Schlussfolgerung gelöst werden. Die Lösung für die hier vorgestellte Version lautet übrigens: Der Deutsche ist der Fischhalter.

 

Weitere Beispiele für Einstein-Rätsel


Verschiedene Varianten des Einstein-Rätsels werden von Zeitschriften und Unternehmen als Marketing-Gags entwickelt und verbreitet. Eine der bekanntesten Variationen ist das Zebrarätsel, das der eben vorgestellten Variante nahezu gleicht, aber die Grundprämissen einarbeitet. Hier wird die Frage gestellt: Wem gehört das Zebra? Eine zweite Frage ergibt sich bei der Lösungsfindung: Wer trinkt Wasser?

Die 15 Prämissen des Zebrarätsels

●        Es stehen fünf Häuser in einer Reihe.

●        Im roten Haus wohnt der Brite.

●        Dem Spanier gehört ein Hund.

●        Die Person im grünen Haus trinkt am liebsten Kaffee.

●        Der Ukrainer trinkt am liebsten Tee.

●        Das grüne Haus befindet sich rechts vom weißen Haus.

●        Die Person, die Old-Gold raucht, hält eine Schnecke.

●        Die Person im gelben Haus raucht Kools Zigaretten.

●        Die Person im mittleren Haus trinkt Milch.

●        Ganz links wohnt der Norweger.

●        Die Person mit dem Fuchs wohnt neben dem Chesterfields-Raucher.

●        Der Kools-Raucher ist der Nachbar vom Pferdebesitzer.

●        Der Lucky Strike Raucher trinkt gern Orangensaft.

●        Der Japaner raucht Parliament-Zigaretten.

●        Neben dem Haus des Norwegers steht ein blaues Gebäude.

Lösung: Das Zebra gehört dem Japaner. Der Norweger trinkt am liebsten Wasser.

 

Das Genius-Rätsel


Zum Start der Wissenssendung Genius hat National Geographic eine vereinfachte Version des Einstein-Rätsels herausgebracht. Hier tauchen nur vier Häuser auf, dafür sind die Begriffe weniger alltäglich und schwieriger zu merken. Für Fortgeschrittene, die die Aufgaben im Kopf statt auf dem Papier lösen möchten, ist die mittelschwere Variante des Genius-Rätsels ein guter Einstieg in das Gedächtnistraining.

Die 11 Prämissen des Genius-Rätsels

●        Der Nachbar des Ökonomiestudenten spielt Geige.

●        Der Erik Sartie-Fan und die Person, die am liebsten Charlie Parker hört, sind Nachbarn.

●        Der Medizinstudent studiert an der Universität links neben dem Ökonomiestudenten.

●        Die Person, die Cello spielt, ist Harvard-Student.

●        Der Boxer studiert auf keinen Fall Medizin.

●        Der Philosophie-Student ist Fan von Ella Fitzgerald.

●        Der Paukenspieler wohnt neben dem Reiter.

●        Neben dem Cellospieler wohnt jemand, der Franz Schubert mag.

●        Die Person, die die Princeton Universität besucht, übt sich auch im Fechten.

●        Der Charlie Parker-Fan ist Ruderer.

●        Die Person, die gern reitet, spielt außerdem Trompete.

Lösung: Zur Lösung des Rätsels werden vier Universitäten vorgegeben: Die Humboldt Universität Berlin, die Princeton University, die ETH Zürich und die Harvard University. Richtig ist: Der Physikstudent besucht die ETH Zürich.

 

Ein vielfältiges Prinzip

Geübte Logical-Fans können mit ein wenig Aufwand auch eigene Einstein-Rätsel und Sudokus entwickeln. Dazu können Sie die Elemente bestehender Rätsel einfach abändern oder die Häuser Schritt für Schritt mit eigenen Überlegungen füllen. Schreiben Sie dazu alle Arbeitsschritte zur Lösung Ihres Rätsels auf. Die Reihenfolge können Sie nachträglich verändern, um die Schwierigkeit zu erhöhen. Markus Hofmann stellt in seinen Seminaren zum Gedächtnistraining regelmäßig neue Variationen des Einstein-Rätsels vor.