Buchstabenrätsel – Knobeln Sie flexibel und kreativ

Dieser Test gibt denjenigen, die Spaß daran haben, diese Aufgaben zu lösen, Aufschluss über Flexibilität und Kreativität ihrer Gedankenführung. In den 5 Jahren, seit denen dieser Test entwickelt wurde, hatten nur wenige Testpersonen mehr als die Hälfte aller Fragen im ersten Versuch lösen können. Viele Personen berichteten jedoch, dass sie auf Antworten gestoßen sind lange nach dem sie den Test zur Seite gelegt hatten. Besonders zu unerwarteten Zeitpunkten, wenn ihr Geisteszustand entspannt war, stießen sie auf Lösungen und konnten den Test über eine Dauer von mehreren Tagen lösen.

Versuchen Sie es selbst! Die Lösungen sind stets eindeutig. (Bsp.: 1000 = G hat ein K – Ergebnis: 1000 Gramm hat ein Kilo)

Nr. 1) 26 = B im A
Nr. 2) 7 = WW
Nr. 3) 12 = SZ
Nr. 4) 9 = P im SS
Nr. 5) 19 = GR im GG
Nr. 6) 0 = GCidTbdWg
Nr. 7) 18 = L auf dem GP
Nr. 8) 90 = G im RW
Nr. 9) 4 = Q in einem KJ
Nr. 10) 24 = S hat der T
Nr. 11) 2 = R hat ein F
Nr. 12) 11 = S in einer FBM
Nr. 13) 29 = T hat der FieSJ
Nr. 14) 32 = K in einem SB
Nr. 15) 64 = F auf einem SB
Nr. 16) 5 = F an einer H
Nr. 17) 16 = BL hat D
Nr. 18) 60 = SseM
Nr. 19) 3 = W aus dem ML
Nr. 20) Alle = WfnR

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Ein weiteres Beispiel: Der Buchstabensalat

Jeder denkt sich ein Wort aus und verwandelt es in einen Buchstabensalat. Die anderen müssen gemeinsam raten, um welches Wort es sich handelt. Der Mitspieler, wer das Rätsel als erstes knackt, darf das nächste Buchstabensalaträtsel aufgeben.

Beispiel:

uaBcsltahntbaes

Was mich an diesem kurzen Beispiel des Buchstabenrätsels fasziniert, ist die Tatsache, wie leicht man diesen Buchstabensalat dennoch versteht. Selbst bei längeren Sätzen und sogar Texten funktioniert das gut, weil es sich dabei um bekannte und gebräuchliche Wörter und Ausdrücke handelt.  Es wirkt also fast so, als ob das Gehirn ein eingebautes Wörterbuch hätte. Wer also lesen kann, erkennt das Wort und seine Bedeutung sofort, wenn er es sieht. Demnach besitzt unser Gehirn eine Art „Autokorrektur-Programm“, weil es sich an die richtige Reihenfolge der Buchstaben erinnert und aus ähnlichen Buchstabenordnungen sinnvolle Begriffe macht. Das Gehirn „errät“ also das richtige Wort für das Buchstabenrätsel sehr schnell.

Fachleute sprechen beim Nachdenken von Buchstabenrätsel von einer Form der Apophänie. Darunter versteht man die plötzliche Wahrnehmung von Verbindungen und Bedeutungen in nicht miteinander in Zusammenhang stehenden Phänomenen (in diesem Fall der Buchstaben des Buchstabenrätsels). Untersuchungen zeigten, dass selbst Texte mit bis zu 80 Sätzen (bei denen die Buchstaben wie oben vertauscht wurden) noch problemlos verstanden werden, wenn Wortanfang und -ende im Buchstabenrätsel korrekt sind.

Die Lektüre solcher Texte verlangsamt zwar stark das Verstehen, verhindert aber nicht den Lesefluss.

Wichtige Hirnareale 

Schädigungen des Wernicke-Areals führen dazu, dass der Betroffene unfähig ist, gesprochene Sprache zu verstehen, auch wenn sein Hörvermögen intakt ist; ebenso wenig kann er geschriebene Sprache verstehen, also lesen. Dennoch kann der Betroffene schnell und fließend sprechen, auch komplette Redewendungen und Wortfolgen von sich geben, aber der Inhalt ist semantisch wirr, fehlerhaft und die Übersetzung funktioniert nicht. Mit anderen Worten: Das »Maipu-Orakel« aus dem Übersetzungsautomaten litt an einer Wernicke-Aphasie. Kein Wunder, es war ja auch hirnlos! 

Broca- und Wernicke-Zentrum funktionieren nicht getrennt voneinander, sondern sind über ein Nervenfaserbündel miteinander verbunden. Das Zusammenspiel der verschiedenen Regionen beim aktiven Sprechen und beim passiven Verständnis von Sprache ist von der Gehirnforschung noch nicht vollständig entschlüsselt, weil es nur durch ein Zusammenspiel vieler verschiedener Gehirnregionen funktioniert. Inzwischen weiß man, dass das Broca-Areal nicht nur die Motorik des Sprechens, sondern auch die der Hände steuert. Daher stellt die Gebärdensprache für Gehörlose eine so gute Alternative zur Lautsprache dar: Die Handmotorik kann die gleichen neuroanatomischen Nachbarstrukturen nutzen, wie es sonst die Mundmotorik tut. Übrigens verfügen auch Affen über ein kleines Broca-Zentrum, selbst wenn sie nicht sprechen können. Die meisten Sprachverarbeitungsareale entwickeln sich im zweiten Lebensjahr des Menschen, und zwar in der dominanten Hirnhälfte. Bei 98 Prozent der Rechtshänder ist dies die linke Hemisphäre, bei der Mehrzahl der Linkshänder ebenfalls. Gut zu wissen: Bei Kindern bildet sich die Sprachzentren im Rahmen der frühen Sprachentwicklung. Die beiden Sprachzentren dienen auch dazu Schrift Bilder mit einander zu verknüpfen um Beispielsweise den Akt des Vorlesens möglich zu machen.

Sprechen und Sprachverständnis scheinen bei den beiden Geschlechtern etwas unterschiedlich abzulaufen, wie ja schon im vorletzten Kapitel angedeutet wurde. Bei Männern und Frauen variieren jeweils die beteiligten Sprachzentren leicht. So können Frauen im Gegensatz zu Männern gleichzeitig zwei verschiedenen Gesprächen zuhören. Außerdem sind bei ihnen die Temporallappen beider Hirnhälften beim Zuhören aktiv, bei Männern hingegen nur derjenige der linken Großhirnhemisphäre. Männer hören zwar zu, aber wie es scheint, nur mit einer Hirnhälfte.

Regelmäßiges Gehirntraining lohnt sich!

Wenn Sie Ihr Gehirn regelmäßig mit solchen Buchstabenrätseln und Buchstabensalaten trainieren, werden Sie geistig immer fitter und aktivieren Ihre Gehirnzellen. Versuchen Sie immer wieder spielerisch solche Buchstabenrätsel, Silbenrätsel oder Kreuzworträtsel zu lösen - Sie werden merken, von Mal zu Mal werden Sie immer besser im Rätsel lösen. Sehen Sie es wie ein Spiel, bei dem Sie auf Ihrem Weg immer schneller das Ziel erreichen. Hierfür eignen sich besonders gratis Spiele bzw. Rätsel, die Sie online bearbeiten können. Setzen Sie sich das Ziel und trainieren Sie Ihr Gehirn! Ob Silbenrätsel, Kreuzworträtsel. Wenn auch vielleicht nicht so wie Solomon Veniaminoff.

Was macht  Solomon Veniaminoff besonders?

Lange Listen mit 70 vierstelligen Zahlen- oder Buchstabenkombinationen konnte er nach nur einmaligem Vorlesen beliebig vorwärts, rückwärts oder diagonal wiedergeben. Darüber hinaus konnte er sich an diese Listen Wochen, Monate, ja sogar Jahre später noch erinnern. Solomon Veniaminoff war in der Lage, dem Gedächtnisforscher, der mit ihm experimentierte, selbst nach Jahren genau zu sagen, welchen Anzug dieser bei dem Versuch getragen und mit welchen Worten und Themen er ihm die Liste vorgestellt hatte.