Auditives Gedächtnis – was Sie wissen sollten

 

Nahezu alles was wir tun, beinhaltet Sprache und Kommunikation. Alltägliche Aktivitäten wie sich unterhalten, arbeiten, Freunde finden oder lernen sind dabei auf unsere Kommunikationsfähigkeit angewiesen. Die Wurzeln des auditiven Gedächtnisses finden sich in den kognitiven Fertigkeiten: Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Zuhören. Doch was verstehen wir unter auditiven Fähigkeiten und wie beeinflussen sie unsere Wahrnehmung? Im nachfolgenden Beitrag bekommen Sie alle wichtigen Informationen rund um das auditorische Gedächtnis.

 

Was versteht man unter einem auditiven Gedächtnis?


Die auditive oder auch akustische Wahrnehmung wird in der einschlägigen Literatur als die Sinneswahrnehmung von Schall bezeichnet, sie bezieht sich also auf das Hören. Wenn Schallwellen aus der Umgebung die Sinneszellen in unserem Hörsystem stimulieren, werden diese Reize umgewandelt und an das Gehirn weitergeleitet. Das Gehör und der Hörsinn spielen für den Menschen und seine Kommunikationsfähigkeit eine zentrale Rolle. Dank des auditiven Gedächtnisses wird dieser Schall und besonders die verbale Sprache absorbiert. Ohne die auditorische Merkfähigkeit, wären wir nicht in der Lage, Informationen zu verarbeiten oder uns an diese zu erinnern.

Kinder lernen von klein auf Sprachen, indem sie anderen zuhören und die Klänge in ihrem Gehirn speichern. Sobald sie die verschiedenen Laute oft genug gehört haben, versuchen sie sie nicht nur zu reproduzieren, sondern auch mit Wortstrukturen in Verbindung zu bringen. Ohne Ihr auditives Gedächtnis wären also Sprachentwicklung und bereits die frühesten Kommunikationsversuche nicht möglich.

Das auditorische Gedächtnis ist dabei ein Teil des sensorischen Erinnerungsvermögens und arbeitet mit den akustischen Erinnerungen. Der sensorische Speicher, der die aufgenommenen Geräusche verarbeitet, bildet eine Form dieses speziellen Gedächtnistyps. An Töne und gesprochene Wörter erinnern Sie sich auf eine andere Art als beispielsweise an visuelle Reize. Sobald Sie etwas betrachten, sind Sie in der Lage, das Objekt mehrmals zu scannen und die verschiedenen Details aufzunehmen. Wenn es um das auditorische Gedächtnis geht, können Sie die gleiche Information häufig nicht noch einmal aufnehmen. Wenn Sie beispielsweise im Radio bestimmte Wörter oder Aussagen hören, werden diese in der Regel nicht noch einmal wiederholt. Unser auditives Gedächtnis ist also seit unserer Kindheit darauf geschult, akustische Reize rasch aufzunehmen und diese zu verarbeiten. Das auditorische Gedächtnis zählt aus diesem Grund auch zum kurzzeitigen sensorischen Erinnerungsvermögen. Sowohl visuelle als auch akustische Erinnerungen sind keine Langzeit-Erinnerungen, sie sind temporär und werden von anderen Informationen schnell ausgeblendet.

 

Wie genau funktioniert das auditive Gedächtnis?


Das auditive Gedächtnis bezeichnet den Teil des sensorischen Erinnerungsvermögens, der für die Aufnahme und kurzfristige Speicherung auditorischer Reize verantwortlich ist. Dieser Teil des Gedächtnisses weist zwar eine relativ große Kapazität auf, doch kommt es auch zu einem sehr schnellen Verfall der Sinneseindrücke. Neue Informationen werden in der Regel über einen Zeitraum von 4 bis 18 Sekunden aufrechterhalten, um dann im Anschluss wieder von neuen auditiven Reizen überschrieben zu werden. Dank seiner großen Kapazität speichert dieser Teil des Erinnerungsvermögens mehr ab als es berichten kann.

Sobald Sie ein Geräusch hören wie beispielsweise gesprochene Wörter, Musik oder ein Auto auf der Straße, wird Ihr auditives Gedächtnis mit dem Klang interagieren und diese Information weiterleiten. Ihr Gehirn erstellt und behält im Anschluss eine perfekte Kopie dieses Klangs für eine kurze Zeit. Der Ton wiederholt sich also unbewusst noch einmal in Ihrem Kopf. Wenn Sie beispielsweise einem Gespräch nicht aufmerksam zugehört haben und Ihnen dann von den Gesprächsteilnehmern das Gesagte kurz wiederholt wird, werden Sie bestimmt schon oft bemerkt haben, dass Sie das Erwähnte schon ungefähr verstanden haben – so arbeitet das auditorische Erinnerungsvermögen.

Mithilfe des auditiven Gedächtnisses ist es beispielsweise möglich, den Ursprung von Klängen zurückzuverfolgen. Ein bestimmtes Geräusch kommt stets mit einer unterschiedlichen Lautstärke und zu einem anderen Zeitpunkt beim rechten oder linken Ohr an. Das zuständige Erinnerungsvermögen bewertet diese Unterschiede und speichert sie ab. Dieses abgespeicherte Tonbild kann dabei nur für einen kurzen Zeitraum nach dem aufgenommenen auditiven Reiz erneut abgerufen werden.

Beispiele für auditorische Gedächtnisleistungen

Ihr auditives Gedächtnis wird immer dann beansprucht, wenn…

●        Sie Sich an den Namen einer Person erinnern, die Ihnen gerade begegnet ist.

●        Sie Sich eine neue Adresse merken.

●        Sie die Stimme einer Person zuordnen können.

●        Sie eine neue Adresse aus Ihrem Gedächtnis abrufen.

 

Was sind die Vorteile von einem auditiven Gedächtnis?


Ein geschultes auditives Gedächtnis trägt maßgeblich dazu bei, dass Sie

●        keine Schwierigkeiten beim Lösen von Aufgaben haben, die mehrere Schritte erfordern.

●        weniger Zeit benötigen, um gehörte Informationen zu erkennen und zu verarbeiten.

●        eine stärkere akademische Leistungsfähigkeit besitzen.

●        komplexe Anweisungen befolgen können.

●        Ihre Aufmerksamkeit über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten.

●        sich ein größeren Wortschatz aufbauen und auch mühelos andere Sprachen erlernen können.

 

Lässt sich das auditorische Gedächtnis verbessern?


Der Schlüssel zu einem besseren auditiven Gedächtnis liegt in der Optimierung von Reizverarbeitung und Speicherung. Mithilfe von diversen Übungen lässt sich das auditorische Erinnerungsvermögen deutlich effizienter gestalten. Studien bei Schlaganfallopfern haben gezeigt, dass sich durch tägliches Musik oder Hörbücher hören das akustische Gedächtnis merklich verbessern lässt. Neurowissenschaftler konnten in diesem Zusammenhang bereits belegen, dass oft verwendete neuronale Schaltkreise mit jedem Training stärker werden.

Ein auditives Gedächtnis kann geschult werden.

Sehr viele Menschen nehmen Informationen besonders gut auf, wenn ihnen diese auf auditivem Wege nahegebracht werden. Diese Menschen verfügen in der Regel über ein sehr ausgeprägtes auditives Gedächtnis. Diese Fähigkeit kann mit speziellen Übungen von jedem erlernt werden. Informieren Sie sich noch heute über die Möglichkeiten des auditiven Lernens!

Ein geschultes, auditives Gedächtnis erleichtert das Lernen ungemein.

Ein auditives Gedächtnis stellt bezüglich der Lernerfolge eine sehr große Bereicherung dar. Menschen, die über ein ausgeprägtes auditives Gedächtnis verfügen, lernen am besten, wenn ihnen die entsprechenden Informationen akustisch nahegebracht werden. Das Schöne hierbei ist, dass jeder Mensch die auditiven Fähigkeiten erlernen und bereits vorhandene verbessern kann. Dies wird für Sie beispielsweise bei einem Vortrag, einer Vorlesung oder einer Schulung klar von Vorteil sein. Denn Menschen, die auditiv lernen, können die gesprochenen Informationen direkt abspeichern und müssen sich zumeist keinerlei Notizen machen.

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