Lerntechniken

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Textmarker- oder Sprechertyp? Finde die richtige Lerntechnik für Dich!

Vielleicht hast Du es irgendwann schon gehört. Es gibt verschiedene Lerntypen. Auch ohne eine eingehende Analyse kannst Du leicht erkennen, welche Lerntechnik die Richtige für Dich ist. Bist Du jemand, der gerne einen Textmarker verwendet, wenn Du etwas lernen oder lesen musst? Oder sprichst Du lieber laut?

Tipps für jede Lerntechnik – so geht es noch leichter!

Wenn Du hauptsächlich visuell lernst, dann ist der Textmarker Dein bester Helfer. Noch eingängiger wird der Stoff aber mithilfe von Flipcharts oder Filmen und Dokumentationen, die das betreffende Gebiet beleuchten. Für diejenigen, die Dinge gerne aktiv tun und sich so Vorgänge einprägen, gilt: Experimentiere! Oder suche Personen und Orte auf, die Dir die praktische Anwendung eines Sachgebietes näherbringt. Manchen Menschen hilft es besonders, den Stoff laut vorzusprechen. Diese Lerntechnik wird unterstützt, indem man versucht, Personen, die nichts über das Thema wissen, die gelernten Informationen verständlich zu vermitteln.

Über Markus

Er zählt zu den „bemerkenswertesten“ Gedächtnisexperten Europas. Er ist Träger des Deutschen Weiterbildungspreises und hat bereits über 250.000 Menschen in seinen Vorträgen zu einem besseren Gedächtnis verholfen.

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Was eine gute Lerntechnik ausmacht und was sie bringt

Im Studium, vor Seminaren oder anderen Herausforderungen sind viele auf der Suche nach Tipps zu der besten Lerntechnik. Das Ziel: Du sollst dabei helfen, dass man sich den jeweiligen Lernstoff schnell und nachhaltig merken kann. Vor allem, dass das Wissen in dem Moment wieder abgerufen werden kann, wenn es die Situation verlangt. Mit der richtigen Technik fällt es Menschen um ein Vielfaches leichter, sich Informationen zu merken und auswendig zu lernen. Die optimale Prüfungsvorbereitung lässt sich mit den besten Lerntechniken – die auch alle Gedächtnisweltmeister nutzen – effektiv gestalten. Dafür gibt es verschiedene Methoden: Viele Studenten greifen beispielsweise gerne zu Karteikarten – eine Methode, die sich mittlerweile auch online gut praktizieren lässt und damit auch zwischendurch angewendet werden kann.

Doch eine optimale Prüfungsvorbereitung ist nicht nur für Studenten wichtig. Mit den richtigen Techniken gelingt es jedem, Wissen, das über den gewöhnlichen Lernstoff hinausgeht, fest im Gehirn zu verankern – am besten lebenslang. Denn etwas nur schnell auswendig zu lernen ist oft nicht zielführend, wie Du bald feststellen wirst. Um es nochmals deutlich anzusprechen: Eine gute Technik ist nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern speichert Wissen vor allem nachhaltig ab.

Damit auch Dir das in Zukunft gelingt, wirst Du hier mit den richtigen Tipps über Methoden und Lerntechniken versorgt.

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Der Transfer vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis

Besonders im Studium ist es wichtig, die richtigen Lerntechniken für ein effizientes Lernen von Stoff zu finden – und diese sollten in minimaler Zeit für ein maximales Ergebnis sorgen. Die beste Technik ist diejenige, die dem persönlichen Lerntyp entspricht. Klingt banal, ist aber genau der Punkt. Jede Person ist ein Individuum: Es gibt viele verschiedene Faktoren, die den Alltag und damit zwangsläufig auch den Lernprozess beeinflussen.

Um Wissen effektiv ins Langzeitgedächtnis zu transferieren, darf dieses nicht bloß eingetrichtert werden. Pures Auswendiglernen gehört zu den Techniken, die es meist nicht ins Langzeitgedächtnis schaffen. Gute Lerntechniken hingegen bewirken, dass bei jeder neuen Information weitere, stabile Nervenverbindungen geknüpft werden. So lässt sich Neues nicht nur schneller merken, sondern Du kannst auch länger und zuverlässiger auf dieses Wissen zugreifen.

Was versteht man unter einer Lerntechnik?

Eine gute Lerntechnik ist eine sinnvolle Alternative zum bloßen Auswendiglernen. Mit den verschiedenen Methoden lassen sich Inhalte leichter und länger merken, große Mengen an Prüfungsstoff besser bewältigen und wissenschaftliche Texte in kürzerer Zeit verstehen.
Der Hauptvorteil einer Lerntechnik jedoch ist die Zeitersparnis. Mit den richtigen Techniken sorgst Du selbst kurzfristig und bei kleinem Zeitkontingent für beste Ergebnisse.

Es gibt verschiedene bekannte Lerntechniken: Eine davon ist die Verwendung von Karteikarten: Lerne weiter unten, wie Du diese für Deine Lernzwecke nutzt. Wendest Du Lernmethoden korrekt an, lässt sich neu erworbenes Wissen lange merken. Optimiere jetzt Deine Art zu lernen, indem Du gegen die Vergessenskurve arbeitest, die größten Lernfehler vermeidest und effektive Methoden wie die Loci- oder die ABC-Methode kennenlernst!

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Warum ist eine Lerntechnik sinnvoll?

Lernen ist ein komplexer Prozess, der durch verschiedene Tipps zur Technik und diverse Rahmenbedingungen unterstützt werden kann. Lerntechniken erlauben es Dir, individuell auf Deinen Lerntyp einzugehen. Zudem wirken schnelle Erfolge motivierend. Die Lernbereitschaft steigt, was den Weg für weitere Erfolge ebnet. Wer mit solchen erprobten Techniken lernt – insbesondere schwierige Inhalte und komplizierten Stoff –, verbessert seine Fähigkeit, auch zukünftig Neues besser zu lernen.

Für eine anstehende Prüfung einfach drauflos zu lernen ist nicht unbedingt effektiv. Etwas auswendig zu lernen ist mit einigen Nachteilen verbunden: Die Lerninhalte werden nur kurzfristig abgespeichert und das monotone Auswendiglernen lässt die Konzentration und Motivation schneller sinken. Lerntechniken gestalten den Lernprozess hingegen produktiver und machen zudem mehr Spaß. Sie sind Sport für das Gehirn und halten es langfristig fit. Hole daher mit den richtigen Techniken das Beste aus Deiner Zeit und Deinem Wissen heraus: Welche Lerntechniken Du hierfür kennen sollst, erfährst Du weiter unten im Text.

Die Vergessenskurve

Kennst Du die Ebbinghaussche Vergessenskurve? Sie geht auf den Psychologen Hermann Ebbinghaus zurück und lässt sich sowohl auf Schule und Studium als auch auf den Job und den Alltag übertragen:

  • Die Vergessenskurve besagt, dass Du nach etwa 20 Minuten neu gelernte Inhalte bereits zu 40 % wieder vergessen hast.
  • Nach nur einer Stunde sinkt die Halbwertzeit vom Lernstoff sogar auf 45 % herab.
  • Nach einem ganzen Tag erinnerst Du Dich wahrscheinlich nur noch an ein Drittel des Gelernten.
  • Und nach sechs Tagen sind gerade noch 23 % des Lernstoffes im Gehirn abgespeichert und verfügbar.
  • Diese Zahl verringert sich auf lange Sicht nochmals: Ungefähr 15 % sind dann noch übrig von dem, was Du mühsam auswendig gelernt hast.

Das lässt sich so erklären: Diese Kurve des Vergessens ist gewissermaßen eine wichtige Schutzfunktion des Gehirns. Viele Reize strömen täglich darauf ein und müssen gefiltert werden, um das Gehirn nicht zu überlasten. Nur wirklich Wichtiges wird langfristig abgespeichert. Hier setzen die besten Lerntechniken an:

Sie bewirken, dass das Vergessen gestoppt wird und helfen so dabei, den Lernstoff und andere Inhalte im Gedächtnis zu verankern. Dies geschieht beispielsweise durch Wiederholungseinheiten, die Du einschiebst, um die Vergessenskurve zu durchbrechen.

Diese Lerntechniken können das Lernen erleichtern

Kommen wir zu den konkreten Lerntechniken, die Deinen Lernerfolg optimieren können. Einige Beispiele sollen zudem verdeutlichen, wie Du die Methoden korrekt anwendest. Anschließend kannst Du direkt mit dem Lernen starten und die Methoden in der Praxis testen.

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Hier erfährst Du die Techniken der Gedächtnis-Weltmeister und wie Du Dir ALLES besser merken kannst! Sei es Namen und Gesichter, Zahlen, Daten, Fakten oder Fach- und Allgemeinwissen.

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Karteikarten: so lernt man Inhalte effektiv auswendig

Um gegen die Vergessenskurve anzugehen, eignen sich Karteikarten sehr gut. Sie sind eine populäre Methode zur Prüfungsvorbereitung im Studium, die dabei helfen kann, sich Stoff auswendig zu merken. Das Wichtigste dabei ist, dass Du die Wiederholungseinheiten sinnvoll in Deinen Tagesablauf einschiebst. Lerne die Karteikarten daher nicht bloß, bis Du die Inhalte beherrschst. Sortiere die Karten in einem Kasten so ein, dass Du diese immer kurz vor der nächsten Phase der Vergessenskurve wiederholst: also nach 20 Minuten, nach einer Stunde, nach einem Tag, nach sechs Tagen und nochmals nach einer etwas längeren Zeit, beispielsweise nach drei Monaten. So rufst Du Dir die Informationen immer wieder dann ins Gedächtnis, wenn diese kurz vor dem Vergessen stehen, bis sie ins Langzeitgedächtnis transferiert werden.

Loci-Methode: die beste Technik nicht nur für Studenten vor einer Prüfung

Diese Lerntechnik wird Dir dabei helfen, bestimmte Dinge miteinander zu verbinden. Das Konzept: Du erstellst eine Verknüpfung von Orten und Objekten mit Lerninhalten. Dafür stellst Du Dir ein Gebäude vor, etwa ein Haus mit verschiedenen Zimmern. Gedanklich legst Du in jedem Zimmer eine Information zu Deinem Lernthema ab. Um diese nachträglich wieder abzurufen (beispielsweise während einer Prüfung), gehst Du in Gedanken die Route ab, die Du auch bei der Vorbereitung festgelegt hast. Bei jedem Punkt sammelst Du sozusagen die Info ein, die Du diesem vorher zugeordnet hast. Du kannst Dir statt einem Haus auch einen Weg, einen Park oder eine andere Örtlichkeit vorstellen – wichtig ist bloß, dass Du eine Route mit verschiedenen Punkten systematisch verfolgst.

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Lernstoff gut im Gehirn verankern mit der ABC-Technik

Bei dieser Lerntechnik wird jedem Buchstaben des Alphabets ein bestimmtes Bild zugeordnet. Das klappt auch, wenn Du verschiedene Informationen abspeichern möchtest. Die Idee dahinter: Das Gehirn kann Stoff für eine Prüfung besonders gut abspeichern, wenn es Verknüpfungen zu Bekanntem herstellt. So lässt sich das Gelernte leichter und für lange Zeit abspeichern.

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Visualisierung: Wissen sichtbar machen

Wenn Du bei der Vorbereitung auf einen Test verschiedene Bilder vor dem inneren Auge aufleben lässt, wird Dein Gehirn sich diese gut merken. Die meisten Menschen gehören zu den visuellen Lerntypen, da unser Gehirn darauf ausgelegt ist, Sehinformationen besonders gut zu verarbeiten. Hierfür gibt es sogar ein spezielles Gehirnareal. Aus dieser Idee heraus sind die Techniken der Visualisierung entstanden, darunter auch die Organigramme. Dahinter stecken sogenannte Organisationsschaubilder, die Informationen strukturell geordnet und sehr übersichtlich abbilden.

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SQR3: die wohl beste Lerntechnik für wissenschaftliche Texte

Diese Technik ist gut dazu geeignet, wissenschaftlichen Stoff leichter zu erfassen, ohne lange Zeit dafür aufbringen zu müssen.
Die besten Tipps hierzu lauten:

  • Erst liest Du nur das Inhaltsverzeichnis und die Überschriften.
  • Dann stellst Du Hypothesen darüber auf, um welche Themen sich der Text dreht.
  • Überlege Dir verschiedene Fragen, die der Text Dir nach dem gründlichen Lesen beantworten soll.
  • Erst jetzt erfolgt ein gründliches Lesen der Inhalte inklusive Markieren und Kommentieren.
  • Zum Abschluss schreibst Du eine kurze Zusammenfassung mit den wichtigsten Informationen. Gib den Inhalt in eigenen Worten wieder. Am besten erstellst Du aus den gesammelten Informationen eine Mindmap.

Halte diese Schritte beim Lesen komplizierter Texte stets ein. Du verschaffst Dir zunächst einen Überblick. Mit den Eingangsfragen weckst Du Deine Neugier, so dass Du beim Lesen aufmerksamer bist. Zudem wiederholst Du den Inhalt dabei mehrmals, was dem Vergessen entgegenwirkt. Du wirst Dir das Gelesene so leichter merken.

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Speed-Reading gehört zu den wohl besten Methoden, Stoff schneller zu lesen und sich trotzdem mehr Informationen zu behalten. Im Studium kann Speed-Reading unter anderem dabei helfen, vor einer Prüfung Lernstoff leichter und vor allem schneller zu erfassen. Wenn Du es selbst ausprobieren möchtest, beginnst Du, indem Du in einem Buch stets nur den mittleren Teil jeder Zeile aktiv liest. Die Wörter, die am Rand der Zeilen stehen, kann Dein Gehirn sich grundsätzlich selbst hinzudenken. Versuche, die Seiten mit den Augen zu scannen. Du wirst sehen, dass Du dennoch den Inhalt aufnimmst und verarbeitest. Wer Speed-Reading anwendet, profitiert von einer hohen Zeitersparnis. Mit etwas Übung kannst Du (Fach-)Bücher in wenigen Stunden lesen und Dir dennoch das Gelesene merken.

Was Du bei einer guten Lerntechnik vermeiden sollst

Wenn Du Dir für lange Zeit leichter Informationen merken möchtest, testest Du am besten aus, welcher Lerntyp Du bist. Ein solcher Lerntypen-Test kann online absolviert werden und gibt Hinweise darauf, welche Techniken für Dich erfolgversprechend sind.

Tipps zur Emotion: Du solltest es auch vermeiden, eine Lerntechnik mit negativen Emotionen anzuwenden. Mit einer positiven Grundhaltung lassen sich Lernstoff und andere Inhalte in kurzer Zeit um einiges besser im Gehirn verankern. Hilfreich ist es für viele Studenten oder auch Arbeitnehmer, sich Feedback von anderen einzuholen, Fortschritte zu dokumentieren, einen Zeitplan zu erstellen oder während dem Lernen nicht online zu sein. All diese Tipps können zu mehr Motivation und einer ausgeglichenen Gefühlslage führen und den Lernprozess so unterstützen.

Studien zeigen außerdem, dass man sich Informationen schlechter merkt, wenn man weiß, dass sie online verfügbar sind. Daher hilft es, sich die Information zu merken und nicht, wo diese online zu finden ist.

Der sogenannte Zeigarnik-Effekt zeigt darüber hinaus, dass abgeschlossene Prozesse schneller vergessen werden. Wer Dinge also über eine lange Zeit abspeichern möchte, sollte diese Tipps beherzigen:
Es kann helfen, wenn man nicht nur für ein Ereignis, zum Beispiel für eine Prüfung, lernt.
Am besten überlegst Du, wann das Wissen noch von Nutzen sein wird.

Pausen sind unerlässlich. Selbst wenn die Prüfung kurz bevor steht: Der Lernerfolg stellt sich schneller ein, wenn Pausen eingelegt werden – am besten regelmäßig. Beim Erlernen neuer Fähigkeiten entstehen im Gehirn Verbindungen. Es braucht daher Zeit, bis Informationen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis übertragen werden. Je mehr man lernt, desto länger sollten also auch die Pausen sein. Im Schlaf geschieht dies auf besonders produktive Art und Weise. Ein Nickerchen zwischen den Lern-Sessions ist also keine schlechte Idee, sondern vielmehr eine weitere Methode zum Erfolg.

Ob Studenten während dem Studium, Schüler vor einer Prüfung, Arbeitnehmer oder Selbstständiger: Wer lernt und dabei die beste Technik gut anwendet – und vielleicht sogar gleich nach dem Büffeln ein Nickerchen macht – speichert mehr Wissen im Gehirn ab und wird auf lange Sicht erfolgreicher sein.

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