Markus Hofmann - Blog

Lachen macht das Lernen leichter

Ein Lächeln zu schenken und geschenkt zu bekommen ist immer etwas Schönes. Lachen entspannt, lässt uns lockerer werden und stärkt das Gefühl der Gemeinsamkeit. Aber auch unser Gehirn profitiert und das Lernen fällt uns dadurch viel leichter.

Lachen Lernen Schule Unterricht

 

Lachen ist das Kommunikationsinstrument schlechthin und es wird vermutet, dass es sich in der Menschheitsgeschichte vor dem Sprechen entwickelt hat. Denn die Sprachzentren liegen in der entwicklungsgeschichtlich jüngeren Hirnrinde, während am Lachen ältere Gehirnregionen wie der Hypothalamus mitwirken, die auch für grundlegende Emotionen wie Angst und Freude zuständig sind.

Mein Credo ist immer, dass Lernen Spaß machen soll und man sich über Emotion Dinge am besten merken kann. Was liegt da näher, als über das Lachen. Gut, wenn der Lehrer den Kindern ordentlich Angst einjagt, merken sie sich den Stoff sicher auch. Doch diese Art darf definitiv nicht das Ziel sein!

 

Lachen im Unterricht?

Dass an unseren Schulen Spaß und Humor aber leider sehr negativ betrachtet werden, ist ein Jammer, denn es gibt Untersuchungen, die zeigen, wie Humor unsere Merkfähigkeit fördert.

[caption id="attachment_99" align="alignnone" width="1687"]Lachende Kinder in der Grundschule © Fotolia 2015/ contrastwerkstatt © Fotolia 2015/ contrastwerkstatt[/caption]

So wurde festgestellt, dass ein gewisses Maß an pädagogischer Erheiterung ein entspanntes, angstfreies Unterrichtsklima schafft. Außerdem können Kinder Aggressionen besser abbauen, wenn sie viel zu lachen haben. Dies kommt ihnen selbst und dem gesamten Klassenklima zugute.

Hinzu kommt: Lachen ist gesund! Und es verbessert die Leistungsfähigkeit unseres Denkorgans. Es beschleunigt unter anderem den Herzschlag und erhöht so die Sauerstoffversorgung des Gehirns.

Durch Humor verschaffen wir uns kleine Pausen vom Alltag und Momente der Befreiung. Wer lernt über sich selbst zu lachen, anstatt den Ärger in sich hineinzufressen, fördert seine Kreativität und findet leichter Problemlösungen.

Du musst auch nicht immer lauthals lachen. Lächle doch öfter mal vor dich hin und deinem Spiegelbild zu. Mimik und Gestik helfen, die Stimmung zu steuern und in positiver Stimmung fühlt sich das Gehirn viel wohler.

 

Wie unser Körper auf Lachen reagiert

Zusätzlich hat die Lachforschung, "Science of Pleasure“ genannt, folgende positive Veränderungen in Experimenten bereits nachweisen können.

  • Die Zahl unserer Blutkörperchen erhöht sich, was die Herstellung körpereigener Antikrebsstoffe beschleunigt.
  • Wenn wir lachen, werden körpereigene Opiate ausgeschüttet sowie die Catecholamine Adrenalin und Noradrenalin, die schmerzstillend und stimulierend wirken.
  • Die Produktion von Immunzellen und Botenstoffen, die für die Bekämpfung von Krankheitserregern zuständig sind, steigt an.
  • Der Spiegel des Immunblockers Cortisol, der unter Dauerstress ständig zu hoch ist, reduziert sich dramatisch.
  • Die Antikörperpegel in Blut und Speichel steigen an.

Ich finde, insgesamt sehr gute Argumente für mehr Spaß und Humor beim Lernen!

Quelle: Charmaine Liebertz: Mit Humor geht alles besser