Markus Hofmann - Blog

Traumschule

Forscher der Rockefeller Universität in New York fanden ein weiteres Indiz dafür, dass vor allem die nächtlichen Traumphasen helfen, Erfahrungen vom Tag ins Langzeitgedächtnis zu überführen. Constantine Pavlides und Claudio Mello hatten dazu zwei Gruppen von Ratten großgezogen. Die eine lebte in normalen Laborkäfigen. Für die anderen hatten die Forscher eine Art Disneyworld für Ratten gebaut, mit vielen Verstecken, verwickelten Gängen mit Spielzeug und Cornflakes in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen.

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Nächtliche Traumphase

Forscher der Rockefeller Universität in New York fanden ein weiteres Indiz dafür, dass vor allem die nächtlichen Traumphasen helfen, Erfahrungen vom Tag ins Langzeitgedächtnis zu überführen. Constantine Pavlides und Claudio Mello hatten dazu zwei Gruppen von Ratten großgezogen. Die eine lebte in normalen Laborkäfigen. Für die anderen hatten die Forscher eine Art Disneyworld für Ratten gebaut, mit vielen Verstecken, verwickelten Gängen mit Spielzeug und Cornflakes in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen. Wenn diese Nager müde wurden und sich schlafen legten, schaltete sich in der Traumphase ein spezieller DNA-Abschnitt ein, das zif-268-Gen, von dem die Forscher wissen, dass es bei Lernaufgaben am Tag neue Nervenverbindungen im Gehirn herstellt. "Bei den Kontrollratten waren keine Änderungen zu beobachten", so Mello. Das lässt ihn vermuten: Die Tiere haben von ihrem langweiligen Tag nichts geträumt.