Mindmapping – Das bringt es Ihnen

 

Mindmapping ist ein wenig wie das Erstellen eines Stadtplans. Wichtige Punkte sind hervorgehoben, graphische Elemente veranschaulichen die unterschiedlichen Informationen und verschiedene Farben und Schriftarten sorgen für mehr Übersichtlichkeit. Wenn Sie einmal eine Stadtkarte genauer studiert haben, wissen Sie vielleicht, dass Sie sich im Nachhinein an Vieles noch gut erinnern können -- Sie können sich das Bild der Karte im Kopf leicht nochmal hervorrufen. Eben das gilt auch für Mind Maps.
Und damit haben wir bereits wichtige Vorzüge dieser graphischen Hilfsmittel kennengelernt – erfahren Sie hier, welche weiteren Vorteile sie haben, für welche Zwecke sie sich besonders gut eignen und wie Sie Schritt für Schritt mit Ihren eigenen Notizen und Gedanken selbst Mind Maps erstellen.

 

Was versteht man unter Mind Mapping?

Eine Mind Map ist eine übersichtliche Struktur, die in der Mitte ein zentrales Thema aufweist, welches sich mit weiterführenden Informationen nach außen hin fortsetzt. Generell ist es wichtig, sie selbst zu gestalten, da bereits der Prozess der Entstehung wichtig ist, wenn Sie alle Vorzüge des Mindmappings nutzen möchten.
Bevor eine Mindmap entsteht, muss die Grundidee, das Thema oder der Mittelpunkt feststehen. Dieser wird in der Mitte eines Blattes, idealerweise mit einem prägnanten Bild oder einer kleinen Skizze versehen, festgehalten.
Von diesem Grundbegriff gehen anschließend Zweige mit wichtigen Notizen aus, welche sozusagen die Basis für die weitere Einteilung der Notizen bilden, die festgehalten werden sollen. Diese können einerseits aus dem eigenen Wissensschatz oder aus Büchern und Dokumenten stammen, andererseits ist aber auch das Mind Mapping durch Brainstorming eine beliebte Variante, wenn es darum geht, neue Ideen zu entwickeln. Je nach Bedarf und Projekt können Sie sich für eine Version entscheiden.
Haben Sie Zweige festgelegt, gehen von diesen wiederum Linien mit Schlüsselwörtern aus. Diese Schlüsselwörter halten Sie auf zugehörigen Linien fest.
Prägnant für klassische Mindmaps ist auch, dass die Informationen in nachgeordneter Wichtigkeit angeordnet werden. Gerne werden geometrische Formen wie Linien und Pfeile, Symbole, aber auch Hilfsmittel wie Farben und Bilder verwendet, um der Map den letzten Schliff zu verleihen oder besonders wichtige oder interessante Ideen beziehungsweise Infos zu markieren.
Das Ergebnis: Aus einer Reihe an Notizen wird eine kreative, individualisierte und dennoch übersichtliche Struktur.

 

Was bringt Mindmapping?

 

Mind Mapping hat viele Vorteile: Ob im Studium, im Job, in Team-Projekten oder einfach beim Aneignen von Wissen für den privaten Gebrauch: Die übersichtlichen Diagramme fassen viele verschiedene Daten und Themen kurz und knackig zusammen.

Dahinter steckt ein kreativer graphischer Prozess, der das Verstehen erleichtert, beispielsweise indem Sie einen umfangreichen Fachtext über ein komplexes Thema in eine strukturelle Map umwandeln.

 

Mind Maps als Spiegel des Denkprozesses

Die Informationen werden allerdings nicht nur effizient geordnet und aufbereitet, sondern können dank Mind Map auch im Nachhinein besser vom Gehirn abgerufen werden. Dieser Umstand liegt unter anderem daran, dass die Struktur der Mind Map der im Gehirn sehr gleicht. Wenn die Mindmap selbst aufgestellt wurde, stellt sie quasi einen Spiegel des inneren Denkprozesses dar. Das macht Mindmapping zu einer ebenso kreativen wie logischen Methode, sich Notizen zu machen und diese wieder abzurufen.

Erfolg durch vielseitige Auseinandersetzung

Ein weiterer Faktor, der hinter dem Erfolg des Mindmappings steht: Es werden viele Sinne eingesetzt. Wer eine Map generiert, denkt über Ideen oder Gelesenes nach, kann das Aufgeschriebene laut mit der eigenen Stimme wiederholen oder einfach beim Zeichnen und Schreiben laut denken und macht Gebrauch der Finger beim Schreiben.
Und das bildliche Gedächtnis oder visuelle Gedächtnis ist ohnehin meist stärker: Man stellt sich die Mind Map einfach im Geist vor, wenn man die Informationen nochmal abrufen möchte, beispielsweise in einer Prüfungssituation.

Übersicht und Kreativität vereint: auch für Team-Projekte vorteilhaft

Aufgrund der übersichtlichen Form ist es zudem möglich, sich die Map zwischendurch immer schnell anzuschauen. Forscher wissen: Viele Wiederholungen fördern das Speichern der Informationen im Langzeitgedächtnis – noch ein Plus für die Verwendung von Mindmaps.
Doch nicht nur Wissen lässt sich auf diese Weise gut festhalten, sondern auch Ideen entwickeln sich in dieser freien Form besonders kreativ.
Daher bietet es sich auch an, in Teams und Gruppenarbeiten Mindmapping zu nutzen, um beispielsweise das gemeinsame Projektverständnis zu fördern.

 

Wie funktioniert Mindmapping?

Im Prozess des Mind Mapping erstellen Sie ein Bild Ihres Wissens, Ihrer Ideen oder anderer Daten und Themen, beispielsweise zu einem bestimmten Projekt.

So gehen Sie beim Mind Mapping Schritt für Schritt vor:

  • Grundthema finden und in die Mitte eines Blatt Papiers schreiben
  • eventuell ein passendes Bild oder eine Skizze dazu zeichnen (Stichwort Visualisierung! Es werden keine ganzen Sätze benötigt.)
  • Gedanken über die Unterthemen machen und diese mit dem zentralen Thema durch Linien verbinden, dabei im Uhrzeigersinn vorgehen
  • Unterpunkte durch Zweige den Unterthemen zuordnen
  • graphische Elemente hinzufügen
  • gerne verschiedene Farben, Stifte, Schriften, Schriftgrößen verwenden

 

Nützliche Tipps zum Erstellen einer übersichtlichen Map

Achten Sie darauf, nur Stichwörter zu verwenden -- Sätze machen das Ganze unübersichtlich und somit die Funktionen und Vorteile der Methode zunichte. Beachten Sie auch die folgenden Tipps, um das Maximum bei Ihrer Map-Erstellung herauszuholen:

  • Verwenden Sie unliniertes Papier.
  • Arbeiten Sie im Querformat: Das löst die hierarchische Denkweise des Gehirns („Von oben nach unten nimmt die Wichtigkeit ab.“) auf.
  • Nehmen Sie sich Zeit für das zentrale Thema: Es beeinflusst alle weiteren Schritte!
  • Nutzen Sie für Unterbegriffe Versalien: Das stimuliert die rechte Gehirnhälfte.
  • Verwenden Sie für Dinge, die zusammengehören, die gleichen Farben.
  • Machen Sie nicht zu viele Vorgaben und konzentrieren Sie sich auf den Nutzen – der Schönheit der Mindmaps sollte nicht die oberste Priorität zukommen.

Und denken Sie nicht zuletzt immer daran: Entwickeln Sie einen individuellen Stil beim Mapping – so ist das Endprodukt ganz auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten und bringt Ihnen den größten Erfolg.

 

Mindmapping per Software, online oder klassisch mit Papier und Stift

Zum Mind Mapping können Sie auf diverse Software zurückgreifen, die besonders nutzerfreundlich ist. Dies eignet sich somit auch für Anfänger auf dem Gebiet. Ebenso praktisch ist die Onlinevariante der Methode. Ein Vorteil von solchen über den PC erstellten Maps: Das Teilen mit anderen (Teammitglieder, Lernpartner) und ein neues Zuordnen und Umorganisieren sind stets möglich. Zudem haben Sie hier oft die Option, Text aus einer Textdatei zu importieren. Dies gestaltet den Prozess noch schneller und einfacher. Bedenken Sie jedoch, dass die gedankliche Auseinandersetzung mit einem Thema für einen noch größeren Lernerfolg sorgt.
Natürlich steht Ihnen für das Mapping auch die klassische Variante mit Papier und Stiften zur Verfügung. Dabei ist wichtig, dass der benötigte Platz vorher eingeteilt wird. Möglicherweise müssen hierfür große Papierbögen verwendet werden, insbesondere wenn es sich um komplizierte oder vielseitige Hauptthemen handelt.

 

Was ist das Ziel von Mindmapping?

 

Mind Mapping ist eine nützliche Kreativtechnik und gute Option für viele unterschiedliche Projekte. Die großen Ziele dieser kreativ-strukturierenden Methode sind:

  • erleichtertes Brainstorming: fließende Gedanken und bessere Ideen
  • Konzentration auf das Wesentliche, Unwichtiges ausblenden und außen vor lassen (Fließtexte enthalten viele irrelevante Wörter)
  • Wissen ordnen
  • Strukturen und Zusammenhänge schaffen
  • Ordnung in die manchmal überfordernde Informationsdichte bringen
  • Aufgaben sammeln und gut strukturieren
  • Notizen und Daten visualisieren
  • Entscheidungen finden
  • Projekte organisieren: mit Plänen, Concept-Maps, Zeitachsen, Zielsetzungen usw.
  • Präsentationen vorbereiten und stützen

Mit diesen Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitungen sollte es Ihnen zukünftig gelingen, eine übersichtliche und hilfreiche Mindmap zu einem Thema selbst zu erstellen.

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